Mit einem ganz mageren Auftritt präsentierte sich die SG Blau-Weiß Schorbus im Heimspiel gegen den SV Motor Saspow. Bei allerschönstem Fußballwetter zog es nochmals über achtzig Zuschauer auf den Schorbuser Sportplatz, doch die meisten davon gingen mit enttäuschten Gesichtern nach Hause. Mit 15 bisher gesammelten Punkten aus sieben Spielen gingen die Cottbuser Gäste natürlich als Favorit in die Partie, doch hätte man von Schorbus erheblich mehr Gegenwehr erwarten können.

So aber brachte ein früher Treffer die Gäste auf die Siegerstraße, während sich Schorbus von dem Rückstand in der vierten Minute über die gesamte Spielzeit nicht mehr erholen konnte. Saspow bekam kurz vor der Schorbuser Strafraumgrenze einen Freistoß zugesprochen. Diesen brachten sie in den Fünfmeterraum der Blau-Weißen hinein. Den ersten Schuss konnte Michael Jenzewski noch abwehren, beim zweiten Versuch war er dann machtlos. Bereits in der Anfangsphase strahlten die Saspower viel mehr Präsenz aus und zeigten sich wesentlich spritziger als die Gastgeber. Nach gut zehn Minuten waren dann auch erste Schorbuser Ansätze erkennbar, doch so wirklich konnte nicht für Gefahr gesorgt werden. Stattdessen hatte Schorbus Glück, dass Motor die Führung zunächst nicht weiter ausbauen konnte. In der 15. Minute zeigte sich der Gast nach einer Flanke völlig blank und der Abschluss ging an die Latte. Kurz darauf fuhren die Cottbuser einen Konter. Dieser Versuch ging am langen Pfosten vorbei. Blau-Weiß gelang an diesem Tag so ziemlich kaum etwas. Selbst zwei-drei Pässe in Folge waren nur ganz selten zu sehen. Und auch die letzten Minuten im ersten Durchgang gehörten dem Meisterschaftsmitfavoriten. In der 33. Minute lenkte Michael Jenzewski einen Abschluss noch gerade so über die Latte. Wenige Minuten später musste der Schorbuser Schlussmann einen Schussversuch im 1:1-Duell abblocken. So ging es mit dem schmeichelhaften 0:1-Rückstand für Schorbus in die Pause.

Zur Abwechslung ging es nach Wiederanpfiff mit einer Tormöglichkeit für Schorbus los. In der 48. Minute wurde ein Schuss von Robin Domhardt zur Ecke abgefälscht. Eine Minute später hatte Schorbus eine verheißungsvolle Freistoßmöglichkeit aus 21 Metern. Mit dem Versuch von Nico Bartelt hatte der Gästekeeper aber so ziemlich gar keine Probleme. In der 53. Minute baute Saspow das Ergebnis auf 2:0 aus. Trotz numerischer Überzahl gelang es Schorbus nicht die Situation zu bereinigen. Stattdessen flankte Saspow flach in den Strafraum und der Angreifer musste nur noch einschieben. Gleich darauf wäre fast das dritte Tor gelungen, doch konnte Michael Jenzewski abwehren. Dies holten sie in der 58. Minute nach. Einen Freistoß brachten sie auf den langen Pfosten. Von dort legte Saspow in den Fünfmeterraum ab und verwandelte problemlos zum 3:0. Nur wenige Minuten später gelang ihnen das vierte Tor, wodurch allerletzte Zweifel an eine Aufholjagd seitens der Schorbuser Mannschaft genommen wurden. Anschließend schaltete Saspow ein-zwei Gänge zurück. Doch auch in dieser Phase hatte Schorbus – bis auf einen Abschluss von Willi Wagner, dessen Möglichkeit zur Ecke geklärt wurde – keine wirklichen Torchancen zur Ergebniskosmetik aufzuweisen.

In der nächsten Woche geht es für die Blau-Weißen zur SG Burg. An dieser Stelle der Hinweis – die Partie findet auf Grund von Umbauarbeiten auf dem Sportplatz in Müschen (Dorfstraße 26, 03096 Burg) statt.

Für die Blau-Weißen spielten: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Niklas Rädel, Jonas Jakubenko, Nico Bartelt (SF) (ab der 58. Minute Willi Wagner), Paul Kobus – Christian Tischer, Lorenzo Barrios, Ghaith Naghmouchi (ab der 58. Minute Renè Böhme) – Robin Domhardt (ab der 72. Minute Martin Kloss), Marcel Kuba

Schiedsrichter: Stephan Zimmer

Zuschauer: 85

Eine Woche nach der vermeidbaren Niederlage im Achtelfinale des Kreispokals Niederlausitz bei der Reserve vom 1. FC Guben (1:2) war die SG Blau-Weiß Schorbus bei der SG Dissenchen/Haasow zu Gast. Nach den zwei jüngsten Siegen in den Punktspielen gegen Klinge und Kausche sollte der dritte Sieg in Folge für die Blau-Weißen her.

Den etwas besseren Start erwischten die Gastgeber, denn bereits in den ersten Minuten musste Schorbus 1-2 brenzlige Situationen bereinigen. Doch dann kamen die Blau-Weißen immer besser in die Partie und übernahmen die Initiative auf dem Platz. In der 13. Minute bot sich eine attraktive Freistoßmöglichkeit kurz vor der Strafraumlinie. Den Schuss auf das kurze Eck durch Nico Bartelt konnte der Schlussmann der Spielgemeinschaft halten. Kurz darauf brachte Schorbus einen Eckball gefährlich in den Strafraum von Dissenchen/Haasow hinein. Die Schüsse von Robin Domhardt und Ghaith Naghmouchi konnten jedoch abgeblockt werden. In der 23. Minute hatte Schorbus die nächste gute Möglichkeit aufzuweisen. Nach einem langen Ball auf Marcel Kuba hatte der Keeper der Gastgeber den Ball eigentlich schon, doch er konnte ihn nicht festhalten. Marcel Kuba setzte nach, aber Dissenchen/Haasow konnte die Situation schließlich bereinigen. Drei Minuten später präsentierte Schorbus einen schönen Spielzug über Marcel Kuba, Christian Tischer und Ghaith Naghmouchi. Dessen Schuss ging am langen Pfosten vorbei. So kam es schließlich, wie es kommen musste. Die Gastgeber gingen mit ihrer einzig wirklichen Möglichkeit kurz vor der Pause in Führung. Dabei verwandelten sie nach einer Ecke aus 18 Metern sehenswert zum 1:0.

Die zweite Halbzeit ging mit verheißungsvollen Möglichkeiten für Schorbus los. In der 50. Minute bot sich durch Marcel Kuba, Robin Domhardt und Ghaith Naghmouchi gleich dreifach die Möglichkeit das Ergebnis zu egalisieren, doch immer wieder war ein Bein der Gastgeber bei den Abschlüssen dazwischen. Eine Minute später kam Christian Tischer nach Freistoß zum Kopfball. Der Ball ging knapp vorbei. In der 64. Minute schien das 1:1 fällig, als sich Schorbus endlich belohnte und der Ball im Tor der Gastgeber lag. Doch wurde bei Marcel Kuba eine hauchdünne Abseitsposition festgestellt. Es war dann schließlich ein Strafstoß, der Schorbus den Ausgleich brachte. Nach Foul an Lorenzo Barrios entschied der Unparteiische ohne zu zögern auf Elfmeter. Diesen verwandelte Robin Domhardt in der 68. Minute zum völlig verdienten 1:1. In den letzten zehn Minuten entwickelte sich nochmals eine hektische Schlussphase. In der 82. Minute hatte die Spielgemeinschaft die Chance das Ergebnis auf 2:1 zu stellen. Nach einer Flanke schossen sie knapp über das Schorbuser Tor. Zwei Minuten später bediente Christian Tischer per Einwurf Robin Domhardt. Sein Abschluss landete ebenfalls wenige Zentimeter neben dem Tor. In der 87. Minute gelang Dissenchen/Haasow die erneute Führung, als sie vor Michael Jenzewski auftauchten, nicht mehr entscheidend beim Abschluss gestört werden konnten und zum 2:1 verwandelten. Und doch sollte es Schorbus gelingen das Ergebnis erneut zu egalisieren. In der zwei minütigen Nachspielzeit bediente Niklas Rädel den gerade erst eingewechselten Renè Böhme. Seinen Schuss von der Strafraumgrenze verwandelte er erfolgreich zum 2:2.

Kurz darauf war dann auch Feierabend. Auf Grund der Spielanteile wäre ein Sieg für Schorbus verdient gewesen. Nach dem erneuten Rückstand kurz vor Spielende war der Glaube an einen Punktgewinn gering und doch müssen die Mannschaft und deren Anhänger am Ende zufrieden mit dem spät gewonnenen Zähler sein.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Paul Kobus, Niklas Rädel, Jonas Jakubenko (ab der 77. Minute Martin Köhler), Nico Bartelt (SF), Maximilian Hußner – Christian Tischer, Ghaith Naghmouchi (ab der 68. Minute Martin Kloss), Lorenzo Barrios – Robin Domhardt, Marcel Kuba (ab der 86. Minute Renè Böhme)

Schiedsrichter: Jakob Scheibner

Zuschauer: 65

Die dritte Pokalrunde führte die SG Blau-Weiß Schorbus zur Reserve des 1. FC Guben. Guben ist aktuell in der Kreisliga vertreten und belegt dort den fünften Tabellenplatz. In der ersten Runde des Niederlausitzer Kreispokals trafen sie auf den Bärenklauer SV und gewannen mit 8:2. Anschließend kegelten sie den SV Lausitz Forst nach Elfmeterschießen (11:10) aus dem Pokal.

Die Schorbuser Mannschaft hatte in der ersten Runde mit großer Mühe die SG Drachhausen/Fehrow mit 3:2 besiegt. Weniger Probleme bereitete die Partie in der zweiten Runde gegen Traktor Laubsdorf (3:1). Es war somit trotz des Klassenunterschiedes ein Duell auf Augenhöhe zu erwarten.

Insgesamt entwickelte sich eine sehr niveauarme Partie und ein kontrollierter Spielaufbau war Mangelware. Die Gubener Gastgeber versuchten vor allem über Einsatz und Kampfgeist für ein ausgeglichenes Spiel zu sorgen. Alles in allem war auf beiden Seiten ganz viel dem Prinzip Zufall zu verdanken. So war erst in der 19. Spielminute die erste wirkliche Torchance zu notieren. Nach einer Flanke kam Guben freistehend zum Kopfball. Doch der Abschluss war zu unplatziert, so dass der Ball am Tor vorbei ging. Schorbus verfügte zwar über die bessere spielerische Anlage, doch vorne zeigte die Mannschaft keine Durchschlagskraft. Erst in der 44. Minute erarbeitete sich die Mannschaft eine Möglichkeit. Dabei ging ein Schlenzer von Routinier Andreas Böhm am Gehäuse der Gubener Mannschaft vorbei. Mit dem torlosen Unentschieden wurden die Seiten gewechselt.

Ganz viel hat sich die Schorbuser Mannschaft für die zweite Halbzeit vorgenommen, doch den besseren Start erwischten die Gastgeber. Nach einem Fehler im Schorbuser Spielaufbau profitierten die Gubener, schnappten sich die Kugel und schlossen den Angriff erfolgreich zur Führung ab. Anschließend erarbeitete sich Schorbus ein Übergewicht. In der 60. Minute bediente Paul Kobus mit einem langen Ball Robin Domhardt. Dessen Schuss ging am Gubener Tor vorbei. Die Minuten vergingen und langsam wurde die Luft für Schorbus dünn. Kurz vor Spielende gelang dann schließlich doch noch der Ausgleich, der den Blau-Weißen die Verlängerung sicherte. Danilo Koall zeigte sich per Kopf nach einer Freistoßflanke erfolgreich. Anschließend dezimierten sich beide Mannschaften nach einem Gerangel. Insgesamt sicherlich eine vertretbare, dennoch übertriebene Entscheidung, welche so auch Auswirkungen auf den Punktspielbetrieb hat.
In der Verlängerung bewiesen die Gubener dann etwas mehr Durchschlagskraft. So gingen sie nach einem Konter im ersten Durchgang in Führung. Anschließend rannte Schorbus an, doch Marcel Kuba schoss in der 110. Minute am Tor vorbei. Die letzte Chance bot sich in der 120. Minute. Dabei kam wiederum Marcel Kuba zum Abschluss, doch der Schlussmann der Gastgeber konnte die Situation bereinigen.

Damit sicherten sich die Gubener sicherlich nicht unverdient das Weiterkommen. Auch wenn sie spielerisch nicht glänzten, konnten sie über ihren Kampfgeist harmlose Schorbuser bezwingen. Die Blau-Weißen können sich nun auf den Punktspielbetrieb konzentrieren.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Paul Kobus, Niklas Rädel, Robert Ohnholz, Danilo Koall – Nico Bartelt (ab der 82. Minute Christian Tischer), Ghaith Naghmouchi (ab der 66. Minute Renè Böhme), Jonas Jakubenko – Marcel Kuba, Robin Domhardt, Andreas Böhm

Schiedsrichter: Martin Hertel

Zuschauer: 150

Am sechsten Spieltag kam es zum Derby zwischen der SG Blau-Weiß Schorbus und dem Ortsnachbarn SG Kausche. Beide Mannschaften waren nach dem schleppenden Saisonbeginn gefordert. Die Schorbuser konnten in der Vorwoche endlich den ersten Sieg einfahren und mit zwei hinzusummierten Punkten aus zwei Unentschiedenen kam die Mannschaft auf insgesamt fünf Punkte aus fünf Spielen. Auch die Kauscher haben Probleme in der Saison und sie konnten aus den bisherigen Spielen lediglich drei Punkte einsammeln, so dass auch sie mächtig unter Zugzwang standen.

In dem Derby zeigten beide Teams von Beginn an mächtig Probleme in der Defensive, so dass bereits früh klar war, dass es wohl ein torreiches Spiel werden würde. Den besseren Start erwischten zunächst die Kauscher Gäste. Nach einem resoluten Einsteigen von Danilo Koall gab es einen Freistoß für Kausche. Nach Großchance von Robert Feinbube rettete Michael Jenzewski zur Ecke. In der achten und elften Minute boten sich erneut zwei Gelegenheiten. Zunächst verfehlten sie knapp das Tor – anschließend hielt der Schorbuser Schlussmann einen Abschluss sicher. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte Schorbus Glück, dass sich die Gäste für eine engagierte Anfangsphase nicht belohnten. Doch die Blau-Weißen Gastgeber zeigten sich an diesem Tag effektiv und so stellte Schorbus mit der ersten Chance die 1:0 Führung her. In der 14. Minute brachte Schorbus eine Ecke in den Strafraum der Kauscher hinein und aus dem Gewühl heraus erzielte Marcel Kuba das 1:0. Kausche hatte kurz darauf die große Möglichkeit, das Ergebnis zu egalisieren, doch nach dieser vergebenen Chance in der 15. Minute konnten sie zunächst erst einmal keine Gelegenheiten aufweisen. Stattdessen schien das 2:0 für Schorbus sicher, als Robin Domhardt den Innenpfosten traf. Doch Schorbus hatte Pech, dass der Ball nicht über die Linie ins Tor trudelte. In der 24. und 26. Minute hatte Kausche dann wiederum großartige Tormöglichkeiten zu verzeichnen. Zunächst klärte Paul Kobus stark zur Ecke. Zwei Minuten später steuerte Marcel Hinz allein auf Keeper Michael Jenzewski zu. Doch sein eigennütziger Abschluss ging knapp am Tor der Schorbuser vorbei. In der 33. Minute gelang schließlich der verdiente Ausgleich, als Schorbus den Ball in der Vorwärtsbewegung fahrlässig hergab und es den Gästen schließlich gelang das Geschenk anzunehmen. Doch Schorbus schlug konsequent zurück und stellte eine Minute später die erneute Führung her, als wiederum Marcel Kuba mit einem Schuss an die Unterkante der Latte dem Kauscher Keeper keine Abwehrchance ließ. Mit der knappen Führung für Schorbus ging es in die Pause.

Die Blau-Weißen kamen gestärkt aus der Kabine und in der 47. Minute gab es eine gute Chance zu notieren. Dabei landete der Ball nach einer gedachten Flanke von Lorenzo Barrios auf dem Querbalken. Doch auch Kausche spielte weiter voll mit. In der 54. Minute steuerte der Gast auf den Schorbuser Torwart zu – per Fußabwehr rettete Michael Jenzewski seiner Mannschaft die Führung. Mitte der zweiten Halbzeit gelang es Schorbus das Ergebnis auf 3:1 zu stellen. Dabei verwandelte Nico Bartelt einen Freistoß direkt in den Winkel. Es sollte jedoch nicht die Vorentscheidung sein, denn bereits wenige Minuten nach diesem Treffer verkürzten die Gäste. Nach einer Freistoßflanke schlossen die Gäste kompromisslos ab. Schorbus gelang es, wie nach dem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 sofort zurückzuschlagen. Im Gegenzug wurde Lorenzo Barrios zu Fall gebracht und dem Gastgeber ein Elfmeter zugesprochen. Diesen nutzte Robin Domhardt, um den erneuten Zwei-Tore-Vorsprung herzustellen. Nachdem Schorbus in der 77. Minute noch eine gute Möglichkeit durch Robin Domhardt zur endgültigen Entscheidung ausließ, sollte es bis zum Schluss jedoch eine spannende Angelegenheit bleiben. In der Nachspielzeit verkürzte Kausche auf 4:3 und obwohl der Unparteiische wohl nur eine Minute zum Nachspielen anzeigte, lief die Partie doch noch einige Minuten weiter. Dabei bot sich den Gästen noch eine gute Gelegenheit, doch sollte der Ausgleich nicht mehr fallen.

Am Ende zeigte sich der knappe Sieg für Schorbus sicherlich etwas glücklich, aber dennoch nicht unverdient. An der Defensivarbeit muss in jedem Fall bei beiden Mannschaften gearbeitet werden.

Für die Blau-Weißen siegten: Michael Jenzewski – Paul Kobus, Niklas Rädel, Danilo Koall, Maximilian Hußner, Christian Tischer (ab der 61. Minute Ghaith Naghmouchi) – Nico Bartelt, Jonas Jakubenko, Lorenzo Barrios (ab der 85. Minute Falk Frömming) – Robin Domhardt (ab der 89. Minute Sven Noack), Marcel Kuba

Schiedsrichter: Michael Rublack

Zuschauer: 107

Auf Grund der Freundschaft zwischen beiden Vereinen folgt ein gemeinsamer Spielbericht.

Am vergangenen Sonntag empfingen die Adler die SG Blau-Weiß Schorbus zum Kellerduell. Bei den Klingern brauchte im Gegensatz zur Vorwoche nur einmal getauscht werden, bei den Gästen wurde zweimal beim Personal gewechselt. Zeigte sich die erste Hälfte noch ausgeglichen, mit Vorteilen auf Seiten der Adler, wurde es in der zweiten Hälfte mit zunehmender Spieldauer dann doch eine einseitige Angelegenheit.

Vor erneut dreistelliger Kulisse merkte man beiden Mannschaften zu Beginn die Verunsicherung der vergangenen Wochen an. Klinge konnte sich davon etwas zeitiger befreien und verzeichnete erste Torannährungen. Nach einem langen Abschlag von Christian Wiest steuerte Felix Mahro-Konietzny auf den Schorbuser Schlussmann Michael Jenzewski zu, doch verzog er etwas überhastet und setzte die Kugel neben das Tor. Kurz darauf wehrte der Torwart der Blau-Weißen einen Abschluss von Stephan Klengel ab und den Nachschuss von Philipp Budach klärte Paul Korbus auf der Torlinie. Mit ihrer ersten richtigen Möglichkeit gingen die Gäste in der 32. Spielminute überraschend in Führung. Routinier Marcel Kuba konnte sich per Einzelaktion zu einfach durchsetzen und erzielte das 1:0 für Schorbus. Kurz vor der Halbzeit belohnten sich die Adler dann für ihr gutes Spiel und glichen verdient aus. Eyk Hartmann brachte einen Freistoß in den Strafraum der Gäste, Stephan Klengel verlängerte den Ball mit dem Hinterkopf ins Tor.

Mit Beginn der zweiten Hälfte eine ausgewechselte Schorbuser Mannschaft. Deutlich aggressiver in den Zweikämpfen und mit mehr Ballsicherheit drängten sie die Adler immer mehr in ihre Hälfte. Zum Mann des Tages sollte sich dabei Manndecker Danilo Koall entwickeln, welcher innerhalb von 18 Minuten einen lupenreinen Hattrick schnüren konnte. Zunächst war er zweimal jeweils nach einer Eckballhereingabe erfolgreich. Vor dem 4:1 vergaben Stephan Klengel und Renè Weberchen die Riesenchance den Anschluss herzustellen. Schorbus fuhr einen Konter, welchen Danilo Koall zur Vorentscheidung abschloss. Die letzten 20 Minuten zeigten dann wieder das alte Bild der Adler, interne Diskussionen und das ständige Kommentieren von Schiedsrichterentscheidungen prägten ihr Spiel. Schorbus dagegen spielte seinen konditionellen Vorteil aus und konnte nach einem abgefälschten Schuss von Christian Tischer noch das 5:1 bejubeln.

Klinge ist nach der Niederlage nun Tabellenletzter, während Schorbus sich etwas befreien konnte. Bei Adler stimmte diesmal die Einstellung, welche Voraussetzung für die kommenden Wochen sein sollte. Gelegenheit dazu haben sie bereits am kommenden Samstag, mit der Partie bei der Spielgemeinschaft von TSV Cottbus und Kiekebusch. Anstoß ist am 03.10.2020 gegen 15:30 Uhr und gespielt wird auf dem Sportplatz von Kiekebusch. Für Schorbus geht es am kommenden Sonntag weiter mit dem Heimspiel gegen die SG Kausche. Anstoß ist am 04.10.2020 gegen 15:00 Uhr.

Für die Adler kämpften: Ch. Wiest – L. Hoffmann, R. Weberchen, M. Thomas, M. Harlos – D. Mitter (ab der 75. Spielminute K. Schierak), R. Hoffmann, P. Budach (ab der 68. Spielminute M. Kosel), E. Hartmann (ab der 68. Spielminute P. Schmiedchen), St. Klengel (SF), F. Mahro-Konietzny

Für die Blau-Weißen siegten: M. Jenzewski – N. Rädel, D. Koall, M. Geppert (ab der 37. Spielminute R. Domhardt), P. Kobus, M. Hußner (ab der 21. Spielminute M. Kloss) – N. Bartelt (SF), W. Wagner (ab der 80. Spielminute S. Noack), J. Jakubenko (ab der 80. Spielminute L. Barrios) – M. Kuba, C. Tischer

Schiedsrichter: Rene Reiter

Zuschauer: 130

Bei der Auslosung der 3. Kreispokalrunde hat der neue Trainer des FC Energie Cottbus, Dirk Lottner, die 2. Mannschaft des 1. FC Guben für uns gezogen.

Somit spielen wir am Sonntag, d. 11.10.20, Anstoß 15:00 Uhr,

auf dem Platz des 1. FC Guben in in der Kaltenborner Str. 207.

Weitere Paarungen im Achtelfinale :

 

Viktoria CB          -  VfB Cottbus

Motor saspow      -  Fichte Kunersdorf

B-W Drewitz        -  SG Burg

Leuthen/O.          -  SG groß Gaglow

TSV CB/ Kiekeb. -  Wacker Ströbitz  II

VfB Döbbrick       -  VfB Krieschow  II

Briesen/ Dissen   -  SC Spremberg

Zum nächsten Heimspiel der laufenden Kreisoberligasaison empfing die SG Blau-Weiß Schorbus den Aufsteiger Kahrener SV. Für die Gastgeber war nach zwei Punkten aus drei Spielen ein Sieg absolute Pflicht. Da nach dem Sieg in der Vorwoche in der 2. Pokalrunde bei Traktor Laubsdorf und die Woche zuvor bei der knappen 1:2-Niederlage beim SV Lausitz Forst die Tendenz bei Schorbus insgesamt nach oben zeigte, konnte man recht optimistisch auf die Partie gegen die Kahrener blicken. Am Ende hingen die Köpfe der Schorbuser Beteiligten allerdings wieder einmal enttäuschend in Richtung Boden.

Von Beginn an zeigten sich die Gäste aus Kahren zielstrebiger und mit mehr Ballsicherheit. So konnten sie bereits in der vierten Minute die Führung erzielen. Ein Schuss von Nico Bartelt im Sechzehner der Gäste wurde abgeblockt. Kahren fuhr einen mustergültigen Konter, welchen sie erfolgreich abschlossen. Insgesamt überließ Kahren dem Gastgeber das Spiel, doch Schorbus konnte keinen Profit daraus schlagen. Torchancen waren durch die mangelnde Kreativität im Mittelfeld absolute Mangelware. In der 29. Minute sollte aber doch der Ausgleich fallen. Ein Einwurf von Nico Bartelt kam zu Paul Kobus. Sein Schuss wurde abgefälscht, so dass der Ball bei Danilo Koall landete. Der Keeper der Kahrener war noch an dem Ball dran, konnte den Ball aber nicht entscheidend entschärfen, so dass das Spielgerät zum 1:1 im Tor der Kahrener landete. Wenige Minuten vor der Halbzeitpause zeigten sich die Kahrener erneut effektiv, in dem sie eine ihrer wenigen Chancen zur erneuten Führung nutzten. Mit einem langen Ball in die Spitze hebelten sie die komplette Abwehr der Blau-Weißen aus. Die Verwandlung des Angriffs war dann reine Formsache. Nach schwachen 45-Kreisoberligaminuten ging es in die Halbzeitpause.

Drei Minuten nach Wiederanpfiff vergab Kahren die Riesenmöglichkeit das Ergebnis auf 3:1 zu stellen und damit bereits zu einem frühen Zeitpunkt für eine eventuelle Vorentscheidung zu sorgen. Bei einer Flanke auf Höhe der Strafraumlinie kam Michael Jenzewski aus seinem Tor. Doch der Kahrener Angreifer war per Kopf eher zur Stelle. Anstatt den Ball ins leere Tor zu köpfen, landete das Spielgerät genau in den Armen des Schorbuser Schlussmanns. In der 49. Minute sollte Schorbus vermeintlich ausgleichen. Eine Eingabe von Nico Bartelt verwertete Marcel Kuba erfolgreich, doch es wurde auf eine Abseitsposition entschieden. Eine Minute später blockierten sich Niklas Rädel und Falk Frömming im gegnerischen Strafraum gegenseitig, so dass diese gute Möglichkeit zum 2:2 nicht genutzt werden konnte. Im Gegenzug wehrte Michael Jenzewski einen Angriff der Gäste ab. Bereits nach fünf gespielten Minuten im zweiten Durchgang hatte man das Gefühl, das mehr los war, als in der gesamten ersten Hälfte. In der 58. Minute fiel der nicht unverdiente Ausgleich für Schorbus. Eine Ecke von Jonas Jakubenko schloss Danilo Koall erfolgreich ab. Ab der 60. Minute haderten die Gäste mit einigen Abseitsentscheidungen des Linienrichters. So hatten sie mehrere verheißungsvolle Angriffe zu verzeichnen, welche sie nicht zur erneuten Führung verwandeln konnten. In der 73. Minute bekamen die Kahrener einen Freistoß auf Höhe der Strafraumgrenze zugesprochen. Diese lukrative Situation konnten die Gäste jedoch nicht nutzen, da sie den Ball genau in die Arme vom Schorbuser Keeper schoben. Der Siegtreffer sollte für Kahren aber schließlich doch noch fallen. In der 79. Minute bekam Schorbus der Ball nicht aus der Gefahrenzone. Mit einem Diagonalball wechselte Kahren von links auf rechts, wo der Kahrener Angreifer völlig freistand und per Direktabnahme das 3:2 erzielte. Schorbus hatte bis zum Abpfiff noch zwei-drei Angriffe aufzuweisen, doch eine wirklich ernsthafte Gefahr sollte für Kahren nicht mehr entstehen.

Am Ende siegten die Gäste nicht unverdient mit 3:2, da sie über neunzig Minuten über die bessere Einstellung zum Spiel, über mehr Zielstrebigkeit sowie über die etwas bessere spielerische Anlage verfügten. Bei den Schorbusern Beteiligten sollte nun hoffentlich bei allen angekommen sein, dass man sich auch in dieser Saison wieder voll im Abstiegskampf befindet.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Niklas Rädel, Danielo Koall, Paul Kobus, Maximilian Hußner (ab der 74. Minute Robin Domhardt) – Matthias Geppert, Jonas Jakubenko, Nico Bartelt (SF) – Marcel Kuba, Ghaith Naghmouchi (ab der 46. Minute Willi Wagner)

Schiedsrichter: Jürgen Thies

Zuschauer: 65

Zur zweiten Pokalrunde des Niederlausitzer Kreispokals erwartete die SG Blau-Weiß eine erfreulich kurze Reise. Zu Gast waren die Blau-Weißen bei der Mannschaft von Traktor Laubsdorf. Die Laubsdorfer Gastgeber gründeten sich vor einigen Jahren erst wieder neu und doch zeigte man sich recht erfolgreich, so dass das Team mittlerweile wieder in der Kreisliga angesiedelt ist. Und auch mit der bisherigen Saison können die Laubsdorfer zufrieden sein. Nach drei Spieltagen sind sie punktgleich mit dem Tabellenführer SV Leuthen/Oßnig auf dem zweiten Tabellenplatz zu finden. Bei Schorbus dagegen ist bisher noch Sand im Getriebe und so sprangen nach drei absolvierten Partien bisher nur magere zwei Punkte heraus. Es war also ein Spiel auf Augenhöhe zu erwarten.

Allerdings sollte sich die Partie überraschend einseitig zeigen. So war es die Schorbuser Mannschaft, die von Beginn an das Spiel dominierte und sich bereits früh ein Chancenplus erarbeitete. In der dritten Minute bot sich den Blau-Weißen die erste gute Gelegenheit. Nico Bartelt spielte Lorenzo Barrios prima in den Lauf. Er zögerte jedoch zu lange beim Abschluss, so dass er schließlich nach außen abgedrängt wurde. Bei dem Ball auf das kurze Eck hatte der Schlussmann der Laubsdorfer somit keine Probleme. Wenige Minuten später konnte erneute eine Tormöglichkeit für den Kreisoberligisten notiert werden. Paul Kobus bediente Lorenzo Barrios, dessen Schuss zur Ecke abgefälscht wurde. Nach einer guten Viertelstunde traute sich der Gastgeber in Strafraumnähe der Schorbuser und der Keeper der Blau-Weißen – Michael Jenzewski – musste sogleich in höchster Not eingreifen und den Ball abwehren. Mit vereinten Kräften brachte die Schorbuser Hintermannschaft den Ball schließlich aus der Gefahrenzone. Anschließend ging es weiter mit Chancen für Schorbus. Jonas Jakubenko brachte in der 25. Minute eine Ecke gefährlich in den Strafraum der Gastgeber hinein. Falk Frömming kam zum Kopfball, aber er bekam den Ball nicht aufs Tor. Kurz darauf hielt der Torwart der Laubsdorfer einen von Nico Bartelt getretenen Freistoß im Nachfassen. Im weiteren Verlauf verflachte das Spiel etwas und die Partie war von einigen Unterbrechungen geprägt. Kurz vor der Halbzeit sollte dann aber doch noch die verdiente Führung für die Blau-Weißen Favoriten fallen. Nach Pass von Danilo Koall spekulierte Laubsdorf auf Abseits, doch die Partie lief weiter. Der Ball kam zu Christian Tischer, welcher überlegt zum 1:0 für Schorbus ins lange Eck einschob.

Direkt nach Wiederanpfiff erhöhten die Blau-Weißen auf 2:0. Dabei zeigte sich Danilo Koall mit einem sehenswerten Schuss aus halbrechter Position in den Winkel erfolgreich. Ein Traumtor! Auch anschließend blieb Schorbus am Drücker. In der 56. Minute war es erneut Danilo Koall, welcher die Defensive der Laubsdorfer durcheinanderbrachte. Sein Schuss konnte noch auf der Linie geklärt werden. Fünf Minuten später bediente der eingewechselte Robin Domhardt Christian Tischer. Der Schlussmann der Gastgeber klärte per Fußabwehr. Etwa ab der Hälfte der zweiten Halbzeit verlor Schorbus etwas den spielerischen Faden. Die Partie wurde nun etwas unruhiger und die Schorbuser ließen sich unverständlicherweise davon anstecken. So waren dann nur noch sporadisch Offensivaktionen zu vermerken. In der 70. Minute flankte Lorenzo Barrios auf den langen Pfosten zu Christian Tischer, dessen Schuss zur Ecke abgefälscht wurde. Mit dem 3:0 in der 78. Minute schienen alle Zweifel an einem Schorbuser Sieg genommen. Nach einem Angriff der Gastgeber starteten die Blau-Weißen einen Konter, den Ghaith Naghmouchi nach Pass von Danilo Koall erfolgreich abschloss. In der 84. Minute hätte das 4:0 fallen müssen, aber Robin Domhardt schoss knapp am langen Pfosten vorbei. In diesem Fall wäre ggf. die bessere Option gewesen auf den mitgelaufenen Ghaith Naghmouchi abzuspielen. Spannend wurde es dann doch noch einmal. In der 87. Minute verkürze Laubsdorf auf 1:3. Diesem Treffer ging jedoch eine klare Abseitsposition voraus. Als dann zwei Minuten später Laubsdorf auch noch die Oberkante der Latte traf, waren die Nerven bei der Schorbuser Anhängerschaft dann doch etwas angespannt. Doch die Spieler blieben ruhig und so passierte in der Nachspielzeit dann nichts mehr.

Für die Blau-Weißen siegten: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Niklas Rädel, Danielo Koall, Paul Kobus – Ghaith Naghmouchi, Jonas Jakubenko (ab der 58. Minute Robin Domhardt), Nico Bartelt (SF) – Lorenzo Barrios, Christian Tischer (ab der 70. Minute Maximilian Hußner), Martin Kloss  (ab der 85. Minute Martin Köhler)

Schiedsrichter: Bernd Stephan

Zuschauer: 91

Am dritten Spieltag waren die Blau-Weißen Schorbuser in der Rosenstadt beim SV Lausitz Forst zu Gast. Auf dieses Spiel freuten sich die Schorbuser redlich, schließlich lieferte man sich in den letzten Jahren mit den Forstern immer packende Duelle. Und auch diesmal sollte sich ein hochspannendes Duell entwickeln, was so ziemlich gar nichts mit den Spielen der Schorbuser an den ersten beiden Spieltagen zu tun haben sollte.

Ohne vorsichtiges Abtasten entwickelte sich eine von Beginn an sehr unterhaltsam geführte Partie. Die Forster Gastgeber waren über die gesamte Spielzeit die Mannschaft mit der besseren spielerischen Leistung. Schorbus hielt mit einer sehr guten kämpferischen Einstellung dagegen, wobei die Aktionen und Zweikämpfe aber nie unsportlich geführt wurden. Die erste Chance im Spiel gehörte dann auch den Blau-Weißen. In der siebten Minute verpasste Niklas Rädel eine Flanke von Lorenzo Barrios nur knapp. Der Ball kam zu Ghaith Naghmouchi, dessen Schuss am Tor vorbei ging. Im Gegenzug scheiterte Lausitz im 1:1-Duell an dem Schorbuser Schlussmann Michael Jenzewski. In der 14. und 18. Minute hatte auf Schorbuser Seite jeweils Marcel Kuba die Möglichkeit die Führung herzustellen. Zunächst hielt der Forster Keeper einen Schuss und anschließend eroberte der Schorbuser Angreifer den Ball auf Höhe der Mittelinie, kam aber bedrängt von der Defensive der Forster nicht zu einem zwingenden Abschluss. In der 26. Minute hatten die Blau-Weißen das Glück auf ihrer Seite, als das Lattenkreuz Schorbus das 0:0 sicherte. Anschließend beruhigte sich das kurzweilige Spiel, ehe es mit dem Pausenpfiff nochmal an Fahrt aufnahm. In der 43. Minute bekam Schorbus nach einem Handspiel einen Elfmeter zugesprochen, welchen Matthias Geppert sicher verwandelte. In der Nachspielzeit bot sich dem Gastgeber gleich dreimal die Möglichkeit das Resultat zu egalisieren, doch Michael Jenzewski rettete sein Team mit zwei Glanztaten das knappe 1:0 bzw. verhinderte der Pfosten den Ausgleich.

Mit neuem Schwung kam der Gastgeber aus der Kabine. Nach einem Schorbuser Ballverlust in der 47. Minute schien das 1:1 fällig, aber Forst schoss aus Nahdistanz am Tor der Blau-Weißen vorbei. Drei Minuten später schoss der Gastgeber aus halblinker Position über das Tor. Ab der 60. Minute häuften sich die Unterbrechungen und Schorbus tauchte kaum mehr in der Offensive auf. Der Gegentreffer bahnte sich so immer mehr an und sollte in der 71. Minute schließlich auch fallen. Eine kurz ausgeführte Ecke verwandelten sie ins kurze Eck. Forst wollte mit aller Macht das Spiel drehen, doch zu zwingenden Chancen kamen sie nur selten. Schorbus versuchte immer wieder Konter zu setzen. Die beste Chance hatte dabei der eingewechselte Christian Tischer, welcher nach einem Pressschlag gegen den Schlussmann der Forster in Ballbesitz kam, aber den Ball nicht aufs Tor bringen konnte. In der dritten Minute der Nachspielzeit sollte schließlich doch noch das 2:1 für den Gastgeber fallen. Danilo Koall – bereits mit gelb vorbelastet – wollte im Mittelfeld nicht die zweite Verwarnung kassieren und so kam Forst nach diesem Duell in Ballbesitz. Sie spitzelten den Ball in die Spitze und aus halbrechter Position verwandelte Forst zum Sieg.

Angesichts der Spielanteile und dem Chancenplus geht der Sieg für die Rosenstädter insgesamt in Ordnung. Kämpferisch kann sich Schorbus nichts vorwerfen lassen, aber es ist eben besonders bitter erneut in der Nachspielzeit einen entscheidenden Gegentreffer hinnehmen und so mit leeren Händen die Heimreise antreten zu müssen.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Paul Kobus, Niklas Rädel, Danilo Koall, Maximilian Hußner (ab der 72. Minute Martin Köhler), Matthias Geppert (ab der 76. Minute Martin Kloss) – Nico Bartelt (SF), Jonas Jakubenko (ab der 84. Minute Willi Wagner), Lorenzo Barrios – Marcel Kuba, Ghaith Naghmouchi (ab der 72. Minute Christian Tischer)

Schiedsrichter: Steve Haschke

Zuschauer: 200

Zum ersten Heimspiel der Saison 2020/2021 empfing die SG Blau-Weiß Schorbus die Mannschaft der SG Sielow. Am Ende trennten sich die beiden Mannschaften mit einem 1:1-Unentschieden. Das gleiche Ergebnis gab es beim Hinrundenspiel in der Vorsaison. Die Partie zeigte sich über weite Strecken sehr trostlos und erst in der Schlussviertelstunde wurde es ein wirklich spannendes Spiel.

Die Blau-Weißen Gastgeber begannen die Partie recht ordentlich und waren das optisch überlegende Team. Torchancen konnten zu Beginn jedoch nicht kreiert werden. Mit dem ersten wirklich gut vorgetragenen Angriff in der 12. Minute ging Schorbus fast schon folgerichtig in Führung. Marcel Kuba bediente Jonas Jakubenko. Dessen Schuss konnte der Sielower Schlussmann nur abwehren. Der Ball sprang zu Lorenzo Barrios, welcher das Spielgerät zu Ghaith Naghmouchi auf den langen Pfosten schob. Dieser verwandelte zum 1:0. Unerklärlicherweise ging der Spielfluss bei Schorbus nach der Führung verloren. Die Gäste erhöhten nun das Pressing und die Blau-Weißen konnten sich nur selten befreien. Zehn Minuten nach dem 1:0 glichen die Gäste zum 1:1 aus. Der Ball wurde lang in Richtung Schorbuser Strafraum geschlagen. Der Klärungsversuch von Schorbus misslang und Sielow blieb in Ballbesitz. Von der Strafraumkante spitzelten sie den Ball in den Lauf der Sielower Angreifer. Allein vor Michael Jenzewski auftauchend, schlossen sie die Offensivaktion erfolgreich ab. Im weiteren Verlauf blieb Sielow das dominierende Team, doch gefährliche Aktionen gab es nur selten. Bis zur Halbzeit konnte durch Marcel Kuba – er schoss in der 32. Minute über das Sielower Tor – noch eine Chance für Schorbus notiert werden. Im Gegenzug musste sich Michael Jenzewski bei einem Freistoß der Sielower in höchster Not beweisen. Mit dem gerechten 1:1 ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Blau-Weißen bemüht, aber die langen Bälle in Richtung Spitze waren einfach zu durchsichtig, so dass keine Gefahr ausgestrahlt werden konnte. Durch die vielen Unterbrechungen ging jeglicher Spielfluss verloren. Erst ab der 75. Minute wurde es plötzlich ein spannendes Fußballspiel mit Chancen auf beiden Seiten. In der 77. Minute flitzte Lorenzo Barrios über die linke Seite. Er legte den Ball in den Rückraum auf Renè Böhme. Dieser traf den Ball nicht richtig, so dass dieser rechts am Tor vorbei ging. Im Gegenzug verpasste Sielow am langen Pfosten stehend eine Flanke nur ganz knapp. In der 80. Minute klärte Michael Jenzewski einen Angriff der Sielower. Anschließend gab es wieder eine Möglichkeit für Schorbus. Erneut bediente Lorenzo Barrios Renè Böhme. Er wurde zu sehr bedrängt und kam so aus guter Position nicht zum Abschluss. Der sichere Siegtreffer für Sielow schien in der 86. Minute fällig. Mit zwei Mann standen sie blank vor Michael Jenzewski. Beim Abschluss rettete Niklas Rädel noch vor der Torlinie in höchster Not. Kurz vor dem Abpfiff gab es noch eine Chance für die Blau-Weißen. Per Freistoßflanke bediente Paul Kobus den eingewechselten Willi Wagner. Dessen Kopfball ging über das Tor der Gäste.

Am Ende ging das Unentschieden insgesamt in Ordnung. Durch eine packende Schlussphase hatten beide Teams den Siegtreffer auf dem Fuß. Alles in allem hatten die Gäste in Summe die etwas besseren Möglichkeiten, so dass Schorbus ein wenig besser mit dem Remis leben kann.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Paul Kobus, Renè Böhme, Martin Köhler (ab der 69. Minute Falk Frömming), Niklas Rädel, Matthias Geppert – Nico Bartelt (SF) (ab der 84. Minute Willi Wagner), Ghaith Naghmouchi (ab der 46. Minute Robin Domhardt), Jonas Jakubenko - Marcel Kuba, Lorenzo Barrios

Schiedsrichter: Ronny Wiemann

Zuschauer: 55

Das Auftaktspiel der Kreisoberligasaison 2020/2021 führte die SG Blau-Weiß Schorbus zur Mannschaft der SG Frischauf Briesen/Dissen. Bei heißen Temperaturen entwickelte sich insgesamt eine nur wenig spektakuläre Partie, die erst in der Schlussphase so richtig Fahrt aufnahm.

Insgesamt war das Spiel über weite Strecken recht offen. Dominiert wurde es insbesondere von Zweikampfduellen zwischen Danilo Koall und Christian Rinza, wobei der Schorbuser Verteidiger den Briesener Angreifer gut im Griff hatte. Bereits zu diesem Zweipunkt wurde jedoch mit zweierlei Maß gemessen und so hätte mit etwas mehr Konsequenz Briesen bereits in der ersten Halbzeit dezimiert werden müssen. Stattdessen sah der Gastgeber für teils unsportliches Einsteigen nicht einmal eine Verwarnung. Ein paar Torgelegenheiten konnten aber auch verzeichnet werden. So hatte Briesen bereits in der zweiten Minute seinen ersten Abschluss, aber der Schorbuser Schlussmann Ghaith Naghmouchi wehrte den Ball ab. Auf Seiten von den Blau-Weißen boten sich Robin Domhardt (13. Minute) und Jonas Jakubenko (16. Minute) Gelegenheiten, aber die Bälle gingen über bzw. am Tor vorbei. Nach etwa zwanzig Minuten verflachte das Spiel und es konnten erst einmal keine Chancen notiert werden. Dies änderte sich erst wieder in der 34. Minute, als sich Briesen nach einem Schorbuser Ballverlust im Mittelfeld der Konter bot. Sie setzten den Ball zum Glück der Blau-Weißen nur an die Latte.

Nach dem Seitenwechsel hatte Schorbus die Partie richtig gut im Griff und es konnte wieder für mehr Offensivgefahr gesorgt werden. Einen Angriff in der 54. Minute klärte der Gastgeber zur Ecke. Nach dieser kam der Ball zu Robin Domhardt, welcher im Rückraum lauerte. Sein Schuss landete nur am Pfosten. In der 58. Minute gelang Schorbus die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Führung. Robin Domhardt spitzelte den Ball auf Marcel Kuba in die Spitze. Dieser behielt vor dem Briesener Keeper die Nerven und verwandelte zum 1:0. Wenige Minuten später verpassten die Blau-Weißen den Ausbau der Führung. Nach Pass von Lorenzo Barrios schoss Nico Bartelt am Tor der Gastgeber vorbei. Mit zunehmender Spieldauer erhöhte Briesen stetig den Druck. Aus dem Spiel heraus hatten sie jedoch wenige Möglichkeiten. Stattdessen bekamen sie ein ums andere Mal Freistöße zugesprochen, mit denen sie teilweise für Gefahr Sorgen konnten. Schorbus befreite sich nur selten und verpasste es mit den nun noch wenigen Angriffen für die Vorentscheidung zu Sorgen. In der nicht nachvollziehbaren angezeigten achtminütigen Nachspielzeit, die weder mit Trinkpausen noch mit sonstigen Unterbrechungen zu rechtfertigen war, sah Danilo Koall nach wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte. Kurios wurde es dann in der 98. Minute, als Robin Domhardt zwischen Briesener Strafraum und Eckfahne ganz klar von den Beinen geholt wurde. Zum Entsetzen aller blieb der Pfiff des Foulspiels jedoch aus. Stattdessen bot sich dem Gastgeber der Konter, der mit einem Foulspiel im Mittelfeld endete. Diesen Standard nutzte der Gastgeber um den Ball nochmals lang in den Schorbuser Strafraum hineinzubringen und aus dem Gewühl heraus erzielten sie doch noch den ärgerlichen 1:1-Ausgleich. Danach war aber natürlich auch noch nicht Feierabend. Höhepunkt war, dass der eingewechselte Martin Köhler in der elften (!) Minute der Nachspielzeit noch die gelbe Karte sah. Nach 13 (!!) Minuten war dann schließlich Schluss.

Am Ende zeigte sich das 1:1-Unentschieden insgesamt verdient, doch durch diese hektische Schlussphase, verbunden mit den nicht nachvollziehbaren Entscheidungen, hat dieses Ergebnis einen ganz bitteren Beigeschmack.

Für die Blau-Weißen kämpften: Ghaith Naghmouchi – Paul Kobus, Niklas Rädel, Danilo Koall, Matthias Geppert, Maximilian Hußner (ab der 90. + 2. Minute Martin Köhler) - Nico Bartelt (SF), Jonas Jakubenko, Lorenzo Barrios – Robin Domhardt, Marcel Kuba (ab der 90. + 8. Minute Sven Noack)

Schiedsrichter: Martin Hertl

Zuschauer: 70

Am Sonntag, d. 23.08.20, um 10:00 Uhr, findet auf dem Platz in Schorbus ein Freundschaftsvergleich zwischen den Ü-60- Mannschaften

 

SpG Schorbus/ Victoria CB/ Kl.-Gaglow    und Trebendorf / Sachsen

 

statt.