12.05.2019: Spiel mit Licht und Schatten

Am 26. Spieltag war die SG Blau-Weiß Schorbus bei der Spielgemeinschaft Dissenchen/Haasow zu Gast. Das Hinspiel endete 1:1-Unentschieden und so wollte sich Schorbus für zwei verloren gegangene Punkte revanchieren.

Personell sah es bei der Mannschaft von Trainer Ronny Richter recht gut aus. So fehlten mit Matthias Geppert und Martin Kloss diesmal nur zwei Spieler auf Seiten der Schorbuser Mannschaft.

Das Team der Blau-Weißen begann das Spiel sehr ordentlich und insbesondere in der ersten Halbzeit war man deutlich die spielerisch bessere Mannschaft. Die Schorbuser machten sich aber vor allem in der Offensive häufig das Leben zu kompliziert. Anstatt auch einmal den Schuss aus der zweiten Reihe zu suchen, wurde der Ball häufig hin und her geschoben, so dass sich Torchancen erst einmal nur selten einstellten. Die beste Chance zur Führung vergab Schorbus in der 12. Minute. Nach einem Foul an Sven Rajewski entschied der Unparteiische auf Strafstoß. Der Ersatzkeeper der Spielgemeinschaft hatte bei dem schwach geschossenen Versuch von Nico Bartelt keine Probleme. Eine Minute später hatten die Blau-Weißen die Möglichkeit das 1:0 nachzuholen. Der Kopfball von Falk Frömming konnte jedoch abgewehrt werden. In der 20. Minute fiel schließlich der überfällige Führungstreffer. Nach einer Ecke von Nico Bartelt köpfte Danilo Koall ein. Nach diesem Treffer nahm auch der Gastgeber aktiver am Spielgeschehen teil. Zwingende Abschlussmöglichkeiten sollten sich jedoch aus dem Spiel heraus nicht ergeben. Stattdessen musste vor allem bei Standardsituationen aufgepasst werden. In der 33. Minute wehrte Michael Jenzewski einen Freistoßversuch von Dissenchen/Haasow prima ab. Kurz vor der Halbzeit wurde ebenfalls ein Freistoß von der Schorbuser Mauer abgeblockt. Mit der knappen Führung zu Gunsten der Schorbuser ging es in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel war Schorbus das bessere Team, doch auch diesmal sollten Chancen eher selten notiert werden können. Die beste Möglichkeit in der Anfangsphase hatte Schorbus in der 62. Minute durch Christian Tischer. Sein Schuss ging äußerst knapp am Pfosten der Gastgeber vorbei. Wenige Minuten später bot sich Libero Falk Frömming eine Kopfballmöglichkeit nach einer Ecke von Nico Bartelt. Der Ball ging neben das Tor von Dissenchen/Haasow. In der 81. Minute wurde Renè Böhme durch den eingewechselten Lorenzo Barrios per Diagonalball bedient. Er behauptete den Ball gut, doch auch in dieser Situation ging der Ball nach dem Abschluss am Tor vorbei. Auf Seiten der Gastgeber konnten im zweiten Durchgang zwei Gelegenheiten notiert werden. In der 64. Minute klärte Schorbus eine Freistoßflanke noch zur Ecke. Kurz darauf tankte sich der Angreifer der Gastgeber durch die Schorbuser Abwehrreihe hindurch und Michael Jenzewski bewahrte per Fußabwehr sein Team vor dem Ausgleich. Das erlösende 2:0 fiel in der 84. Minute. Marcel Kuba kam in Ballbesitz, steuerte auf den Schlussmann der Spielgemeinschaft zu und schob den Ball überlegt ein. Dies war jedoch nicht die Vorentscheidung, denn nur drei Minuten später kam Dissenchen/Haasow zum Anschluss. Ein Freistoß wurde durch die Schorbuser Mauer abgeblockt. Beim perfekt getroffenen, strammen Nachschuss hatten die Blau-Weißen keine Abwehrmöglichkeit mehr. Eine wirklich zwingende Chance zum Ausgleich hatte der Gastgeber nicht mehr, wodurch sich zunehmend Frust breit machte. Dieser fand seinen Höhepunkt in der Nachspielzeit, als Schorbus auf Höhe der Eckfahne einen Freistoß zugesprochen bekam und der Gastgeber ohne jeglichen Grund in Lorenzo Barrios reinsprang. Dass er für diese klare Tätlichkeit nur die gelbe Karte sah, müssen die Unparteiischen erklären. Der Mittelfeldspieler der Blau-Weißen blieb glücklicherweise unverletzt. Dennoch sollte sich der Spieler der Gastgeber überlegen, die Sportart zu wechseln, denn solche Aktionen haben im Fußball nichts zu suchen. Am Ende gewann Schorbus das Spiel knapp, aber verdient, da man die spielerisch überzeugendere Mannschaft an diesem Tag war.

Für die Blau-Weißen siegten: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Niklas Rädel, Robert Ohnholz, Nico Bartelt (ab der 84. Min. Paul Kobus), Maximilian Hußner – Danilo Koall (ab der 63. Min. Lorenzo Barrios), Renè Böhme, Christian Tischer (ab der 78. Min. Andreas Böhm) – Marcel Kuba, Sven Rajewski

Schiedsrichter: Tom Wendt

Zuschauer: 56