15.09.2019: Schorbuser Tag der offenen Tür

Am vierten Spieltag der laufenden Kreisoberligasaison musste die SG Blau-Weiß Schorbus die erste Niederlage einstecken. Dabei traf Schorbus auf den Aufsteiger/Absteiger SG Burg. Bereits die erfolgreichen Ergebnisse der letzten Wochen täuschten und so war es eine Frage der Zeit, bis sich die mageren Leistungen der Schorbuser auch auf das Resultat auswirkten. Nun war es soweit und die Spreewälder zeigten den Blau-Weißen vor allem in der ersten Halbzeit ganz deutlich die Grenzen auf.

Bereits in der vierten Minute konnten die Gäste in Führung gehen. Dabei profitierten sie von einem Schorbuser Ballverlust in der eigenen Hälfte. Sie kamen in Ballbesitz und legten den Ball nach halbrechts. Dabei wurde ein Burger Spieler sträflich allein gelassen. Aus etwa 14 Metern zog er ab und vollendete zur Führung. Trotz dieses frühen Zeitpunktes hatte sich der Rückstand bereits angedeutet. Schorbus kam überhaupt nicht in die Partie hinein und Burg präsentierte sich mit einem konsequenten Gegenpressing, womit die Blau-Weißen erhebliche Probleme hatten. Doch auch das Unparteiischen-Gespann hatte nicht seinen besten Tag aufzuweisen und durch viele fragwürdige Entscheidungen kam mit zunehmender Spieldauer immer mehr Unruhe in die Partie. In der elften Minute steuerte Burg auf den Schorbuser Schlussmann Michael Jenzewski zu. Im 1:1-Duell wurde der Angreifer von den Beinen geholt und forderte Strafstoß. Der Pfiff blieb aus – Glück für Schorbus. Nach zwanzig von Fehlpässen geprägten Minuten bekam der Gastgeber dann plötzlich die Möglichkeit zum Ausgleich. Doch der Schuss von Robin Domhardt ging am kurzen Pfosten vorbei. Kurz darauf bot sich den Gästen zweimal die Möglichkeit das Ergebnis auszubauen. Doch zunächst ging ein Abschluss über das Tor und anschließend rettete Michael Jenzewski aus Nahdistanz. In der 25. Minute verzeichneten die Gäste ebenfalls eine hervorragende Möglichkeit. Schorbus verlor den Ball auf der Außenbahn und mit einem hohen Ball ins Zentrum hebelten die Burger erneut die Schorbuser Defensive aus. Den ersten Abschluss wehrte Michael Jenzewski ab, den Nachschuss klärte Renè Böhme noch knapp vor der Torlinie. In der 32. Minute gelang es den Gästen das Ergebnis auszubauen. Erneut tauchte der Burger Angreifer vor dem Schorbuser Keeper auf. Er behielt die Nerven und schob ins lange Eck zum 2:0 ein. Wenige Minuten vor der Pause erhöhten die Gäste auf 3:0. Diesem Treffer ging jedoch eine klare Abseitsstellung voraus, welche von allen gesehen wurde, nur nicht vom Linienrichter. Seine Einsicht nach dem Spiel, half der Schorbuser Mannschaft leider nicht mehr.

Auch der zweite Durchgang begann mit einem Treffer für Burg, wobei dieses Tor erneut nicht hätte zählen dürfen, da der Angreifer Libero Falk Frömming regelwidrig attackierte. Diese Aktion wurde trotz der bisherigen kleinlichen Auslegung nicht geahndet und der Treffer wurde zu allem Unverständnis gewertet. In der verbleibenden Spielzeit war Schorbus bemüht Schadensbegrenzung zu betreiben. Dies gelang in der 57. Minute mit dem Treffer zum 1:4 von Falk Frömming und eine Viertelstunde vor Schluss verkürzte Christian Tischer auf 2:4. Es gab noch zwei/drei gute Ansätze, um diese Partie auch noch einmal spannend zu gestalten, aber es sollten sich keine zwingenden Möglichkeiten mehr ergeben. Auf der anderen Seite vergab Burg in der 67. Minute und in der 77. Minute im 1:1-Duell die Möglichkeiten für die endgültige Entscheidung zu sorgen, wodurch es nach neunzig Minuten beim 2:4 blieb.

Auch wenn Schorbus noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte, war die Leistung der Blau-Weißen insbesondere in der ersten Hälfte, einfach nur unterirdisch und die fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichterkollektivs sollen keine Rechtfertigung darstellen. Die Burger Mannschaft hat dieses Spiel verdient gewonnen, weil sie im Gegensatz zu Schorbus körperlich und geistig von der ersten bis zur letzten Minute anwesend war.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Falk Frömming (ab der 81. Minute Christopher Adler), Niklas Rädel, Renè Böhme (SF), Maximilian Hußner (ab der 45. Minute Robert Ohnholz), Paul Kobus – Christian Tischer, Jonas Jakubenko (ab der 45. Minute Andreas Böhm), Danilo Koall – Marcel Kuba, Robin Domhardt

Schiedsrichter: Jürgen Thies

Zuschauer: 60