29.09.2019: Pflichtsieg – nicht mehr und nicht weniger

Nach zwei Niederlagen in Folge war die SG Blau-Weiß Schorbus am sechsten Spieltag der laufenden Kreisoberligasaison zum Siegen verdammt. Da kam der Aufsteiger vom TSV Cottbus/Kiekebusch gerade recht. Die Gäste starteten mit drei Punkten aus vier Spielen mäßig in die Saison, wodurch Schorbus als Favorit gelten sollte. Doch zu unterschätzen, galt es den Aufsteiger nicht, denn mit Björn Schneller hat dieser einen Angreifer in seinen Reihen, der sich durch enorme Treffsicherheit auszeichnet und bereits fünf Treffer auf seinem Konto hat.

Die Gäste suchten früh die Offensive – allerdings zu früh und so musste der Anstoß wiederholt werden, weil der Cottbuser Spieler zu schnell startete. Ansonsten waren in den ersten zehn Minuten keine weiteren Aktionen zu verbuchen, da sich beide Teams spielerisch nicht überschlugen. Mit einem Doppelschlag stellte Schorbus in der zehnten bzw. elften Minute eine 2:0-Führung her. Zunächst verwertete Marcel Kuba gekonnt eine Flanke von Paul Kobus am langen Pfosten. Eine Minute später verwandelte Christian Tischer aus ca. 18 Metern aus zentraler Position platziert ins linke Eck. Mit dem 3:0 in der zwanzigsten Minute gelang dem Gastgeber der Ausbau der Führung. Dabei ließ Marcel Kuba durch eine Körpertäuschung den Cottbuser Defensivmann ins Leere laufen und behielt vor dem Keeper die Nerven. Trotz des hohen Vorsprungs verloren die Blau-Weißen in der Folgezeit den spielerischen Faden. Vor allem bei langen Bällen in die Spitze sah Schorbus schlecht aus und so kamen die Gäste in der 24. Minute bzw. in der 35. Minute zu zwei verheißungsvollen Möglichkeiten. Zunächst ließ Björn Schneller eine 100%ige überraschenderweise liegen. Er tauchte vor Michael Jenzewski unbedrängt auf und anstatt den Ball ins linke oder rechte Eck mühelos einzuschieben, schoss er genau den Schorbuser Schlussmann an, der den Ball zur Ecke klärte. Zehn Minuten später stand erneut der Keeper der Blau-Weißen im Mittelpunkt, als TSV nach ganz schlechtem Zweikampfverhalten der Schorbuser zum Abschluss kam. Auch diesmal rettete Michael Jenzewski seiner Mannschaft den Vorsprung. Zur Halbzeit konnte Schorbus also eine deutliche Führung verzeichnen, welche allerdings bei mehr Effektivität der Gäste wohl nicht so üppig ausgefallen wäre.

Nach dem Seitenwechsel nahm das spielerische Niveau immer mehr ab. Von den Gästen kam offensiv gar nichts mehr und Schorbus passte sich der limitierten Spielweise der Cottbuser wunderbar an. Absolut passend dazu, zeigte sich die Situation in der 71. Minute als Schorbus eine 4:2-Überzahlsituation nicht erfolgreich abschloss. In der 75. Minute bauten die Blau-Weißen die Führung aus. Nach einem Foul an Maximilian Hußner wurde auf Strafstoß entschieden. Der eingewechselte Robin Domhardt übernahm die Verantwortung und stellte das Ergebnis auf 4:0. Dieser Treffer sollte die allerletzten Zweifel an einem ruhigen Nachmittag nehmen. Gleichzeitig dezimierte sich der Gast in dieser Situation als Tim Kubanke die zweite gelbe Karte in der Partie sah. Bis zum Spielende konnte Schorbus nun befreit aufspielen. In der 77. Minute erkämpfte sich Marcel Kuba stark den Ball und gab ihn auf Christopher Adler weiter, dessen Abschluss jedoch misslang. Eine weitere Chance verzeichnete der Gastgeber nach einer Ecke von Nico Bartelt. Dabei schloss Kapitän Renè Böhme per Kopf ab und das Spielgerät ging nur knapp am Tor der Gäste vorbei. Den Schlusspunkt setzte Schorbus in der 80. Minute. Dabei legte Marcel Kuba den Ball quer auf den mitgelaufenen Robin Domhardt, welcher mühelos zu seinem zweiten Treffer an diesem Tag verwandelte. Wenige Minuten später sahen die Gäste erneut die gelb-rote Karte und so wurde das Spiel beim Stand vom 5:0 pünktlich abgepfiffen.

Überbewertet werden, sollte dieser Schorbuser Erfolg aber keinesfalls, denn dafür zeigte sich der Gegner an diesem Tag einfach zu schwach. Für Schorbus bedeutet der vierte Sieg im sechsten Spiel, dass nun zwölf Zähler zu Buche stehen. Gleichzeitig verteidigten damit die Blau-Weißen ihren vierten Tabellenplatz.

Für die Blau-Weißen siegten: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Renè Böhme (SF), Danilo Koall, Maximilian Hußner (ab der 76. Minute Martin Kloss), Nico Bartelt – Paul Kobus, Jonas Jakubenko (ab der 61. Minute Christopher Adler), Christian Tischer – Andreas Böhm (ab der 70. Minute Robin Domhardt), Marcel Kuba

Schiedsrichter: Fabian Böhme

Zuschauer: 50