Am 27. Spieltag war die SG Blau-Weiß Schorbus bei der Reserve von VfB Krieschow zu Gast. Dabei prallten zwei Fußballwelten aufeinander. Die Krieschower mussten kürzlich die Tabellenführung an Fichte Kunersdorf abgeben und wollten sie mit einem Sieg an diesem Spieltag wieder zurückerobern. Schorbus dagegen plagen bekanntlich ordentliche Abstiegssorgen. Diese wurden noch verstärkt da die Konkurrenz bereits am Freitagabend bzw. am Samstagmittag seine Aufgaben erfolgreich absolvierte. Die Sorgen wurden noch vergrößert, als bekannt wurde, dass einige Spieler gar nicht bzw. erst verspätet zur Verfügung stehen. Es sei vorweggenommen, dass sich Schorbus wieder einmal nicht belohnte, obwohl eine ordentliche Leistung gezeigt wurde und alle beteiligten Spieler sehr engagiert und couragiert auftraten. Wenn Schorbus an dieses Auftreten auch in den kommenden Wochen anknüpfen kann, sollte es möglich sein, die nötigen Punkte zum Klassenerhalt noch einzusammeln.

Die ersten Minuten dominierte erwartungsgemäß der Gastgeber, doch nach etwa fünf Minuten legten die Schorbuser den Respekt ab. Immer wieder wurde mit langen Bällen Lorenzo Barrios in Szene gesetzt, welcher über neunzig Minuten unaufhörlich rackerte und das trotz der frühsommerlichen Temperaturen. In der sechsten Minute kam Schorbus durch Lorenzo Barrios zur ersten Möglichkeit, doch wurde er im Abschluss noch entscheidend gestört. Drei Minuten später bot sich den Blau-Weißen eine Doppelchance. Eine Flanke wurde abgewehrt, ehe Christian Tischer abschließen konnte. Doch der Ball landete vor den Füßen von Nico Bartelt, welcher aus dem Rückraum abzog. Der Ball ging über den Kasten der Krieschower. In der 17. Minute verletzte sich der Schorbuser Schlussmann Paul Blumberg-Krüger bei einem übermotivierten Ausflug. Für ihn ging es anschließend nicht weiter und Thomas Iwanetz, welcher erst den Abend zuvor bei der Altliga zwischen den Pfosten stand, musste nun das Tor hüten. Sicherlich hatte er sich seinen Samstag etwas anders vorgestellt. Umso wichtiger war, dass er für den Fall der Fälle, der nun eintrat, sich zur Verfügung stellte. Dem Spiel der Schorbuser störte der Torwartwechsel nicht. Stattdessen ackerten sie fleißig weiter und auch nach dreißig Minuten hatte der Gastgeber noch keine einzige Tormöglichkeit für sich verbuchen können. Erst zehn Minuten vor der Pause setzten sie Schorbus unter Druck, doch entweder ging der Ball am Tor vorbei (36. Minute) oder Thomas Iwanetz klärte per Fußabwehr (40. Minute).

Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich der Aufstiegsaspirant erschreckend kreativlos und ein Unterschied zwischen dem Tabellenzweiten und dem Tabellendreizehnten war hier nicht erkennbar. Schorbus knüpfte nahtlos an die tolle Leistung aus dem ersten Durchgang an. Nach einer Ecke von Nico Bartelt köpfte Renè Böhme über das Tor des Gastgebers. In der 61. Minute kam es dann, wie es kommen musste und Krieschow ging nach einem Schorbuser Ballverlust und einem anschließenden Schuss aus 25 Metern in Führung. Bis zum Schluss rannte Schorbus nun an – schließlich sollte wenigstens ein hochverdienter Punktgewinn herausspringen. Doch wieder einmal vergaben die Blau-Weißen viel zu viele Torchancen. In der 66. Minute lief Christian Tischer auf den Krieschower Keeper zu. Dieser reagierte blitzschnell und konnte dem Schorbuser den Ball vom Fuß pflücken, ehe er zum Abschluss kam. Vier Minuten später bot sich Schorbus die nächste Gelegenheit. Christian Tischer schoss unbedrängt über das Tor der Gastgeber. In der 75. Minute köpfte der eingewechselte Falk Frömming nach einer Ecke von Nico Bartelt knapp neben den Pfosten. Die letzte gute Gelegenheit hatten die Blau-Weißen in der 87. Minute für sich zu verzeichnen. Nico Bartelt legte einen Freistoß kurz auf Christian Tischer ab – sein Schuss ging rechts am Krieschower Gehäuse vorbei. Durch einen Konter in der 89. Minute sorgte der Gastgeber schließlich für die Entscheidung.

In dieser Partie zeigte sich wieder einmal eindrucksvoll, was den Unterschied ausmacht, wenn die eine Mannschaft oben und die andere unten in der Tabelle steht. Am Ende fragt leider niemand mehr, ob dieser Sieg verdient war. Tatsache ist, dass sich Krieschow mit dem Sieg den Platz an der Sonne zurückeroberte, während Schorbus nun nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Tabellenvierzehnten Eintracht Peitz II hat.

Für die Blau-Weißen kämpften: Paul Blumberg-Krüger (ab der 18. Min. Thomas Iwanetz) – Renè Böhme, Danilo Koall, Niklas Räde, Maximilian Hußner (ab der 46. Min. Falk Frömming) – Christian Tischer, Nico Bartelt, Lorenzo Barrios, Jonas Jakubenko – Sven Rajewski, Andreas Böhm

Schiedsrichter: Willi Max Leopold

Zuschauer: 50

Ein ganz unangenehmer Gegner wartete am 26. Spieltag auf die SG Blau-Weiß Schorbus. Zu Gast war die Mannschaft der SG Sielow. Schorbus lief nach dem jüngsten Erfolg im Nachholspiel gegen den Kahrener SV zwar mit neu gewonnenem Selbstvertrauen auf, doch die Mannschaft plagten wieder einmal personelle Engpässe, welche durch das Fehlen von Lorenzo Barrios, Sven Rajewski und Renè Böhme noch verstärkt wurden. Dies bewirkte, dass Keeper Michael Jenzewski erneut als Feldspieler ran musste und der erst vor einer Woche von der früheren Stadtliga aktivierte Martin Kloss kam zu seinem ersten Startelfeinsatz.

Die Anfangsphase gestalteten die Teams recht verhalten und ohne zwingende Torchancen. Nach 15 Minuten zeigten sich die Blau-Weißen gegenüber dem Gast wesentlich aktiver und so fiel die Führung in der 18. Minute nicht unverdient. Martin Kloss brachte einen Ball lang in die Spitze. Christian Tischer verteidigte den Ball und schloss überlegt aus elf Metern zum 1:0 ab. Von den Sielowern kam nur wenig – zumeist waren es Standardmöglichkeiten, die zu Offensivaktionen führten, doch Schorbus verteidigte recht ordentlich. In der 22. Minute bzw. 23. Minute boten sich Schorbus Chancen zum Ausbau der Führung. Eine Freistoßhereingabe von Matthias Geppert nahm Martin Kloss direkt. Der Ball ging knapp am Tor der Sielower vorbei. Kurz darauf passte Christian Tischer auf Martin Kloss, doch das Spielgerät geriet etwas zu lang, so dass der Keeper einen kleinen Tick eher am Ball war. Anschließend nahm sich der Gastgeber etwas zurück und ließ Sielow zu sehr gewähren. Nach dieser passiven Phase fiel der Ausgleich in der 29. Minute nicht überraschend. Im weiteren Verlauf war es ein offenes Spiel. In der 30. Minute verpasste Christian Tischer nach einer flachen Eingabe von Danilo Koall knapp das Ziel. Eine Minute später rettete Paul Blumberg-Krüger im 1:1-Duell. In der 40. Minute hatte Schorbus gleich dreifach die Möglichkeit die erneute Führung herzustellen, doch bei den Versuchen von Martin Kloss, Christian Tischer und Danilo Koall verhinderte entweder die Latte oder der Sielower Keeper das 2:1 zu Gunsten von Schorbus. Wie es effektiver geht, zeigten die Gäste in der 41. Minute, als sie in Führung gehen konnten. Mit einer dem Spielverlauf nicht unbedingt entsprechenden Gästeführung ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Blau-Weißen zu verhalten und Sielow stellte mit dem 3:1 in der 54. Minute die vermeintliche Vorentscheidung in diesem Spiel her. Auch im Anschluss konnte Schorbus an die ordentliche Leistung aus der ersten Halbzeit nicht anknüpfen. Die Offensive fand nicht mehr statt und Bälle, welche nach vorne gespielt wurden, kamen postwendend zurück. In der Schlussphase fanden sich die Schorbuser dann wieder und die Blau-Weißen erspielten sich erneut Möglichkeiten. In der 70. Minute köpfte Christian Tischer nach Ecke von Nico Bartelt auf das Tornetz. Fünf Minuten später eine ähnliche Szene. Diesmal flankte Nico Bartelt auf Christian Tischer, welcher per Kopf auf 2:3 verkürzte. Doch jegliche Hoffnung auf einen Punktgewinn machte Sielow in der 83. Minute zu Nichte. Zunächst rettete Paul Blumberg-Krüger – blieb dann aber am Boden liegen. Der Unparteiische ließ die Partie weiterlaufen und der Gast nutzte die Situation um mit dem 2:4 den Schlusspunkt in diesem Spiel zu setzen. Anschließend hatte Schorbus keine Möglichkeiten mehr, um die Partie nochmals spannend zu gestalten und pünktlich nach 90 Minuten machte Schiedsrichter Wiemann dann auch Feierabend.

Sielow gewann diese Partie, weil sie nicht das bessere Team waren, sondern sich ganz einfach abgeklärter und effektiver im Torabschluss zeigten. Die Blau-Weißen haben es leider wieder nicht geschafft, sich für ihren Aufwand zu belohnen. #

Für die Blau-Weißen kämpften: Paul Blumberg-Krüger – Falk Frömming, Niklas Rädel, Michael Jenzewski, Maximilian Hußner, Matthias Geppert (SF) – Nico Bartelt, Danilo Koall (ab der 85. Min. Jonas Jakubenko), Christian Tischer – Martin Kloss, Andreas Böhm

Schiedsrichter: Ronny Wiemann

Zuschauer: 50

Einen Tag vor Himmelfahrt stand für die SG Blau-Weiß Schorbus das letzte Nachholspiel an. Zu Gast waren die Blau-Weißen bei der Mannschaft vom Kahrener SV. Ein Sieg war in diesem Spiel für Schorbus ein absolutes Muss, schließlich schrumpft der Abstand zu den Abstiegsplätzen immer weiter – zumal die Gubener und Saspower Konkurrenz noch mehr Spiele als Schorbus zu absolvieren haben.

Allerdings war es erst einmal wieder ein ganz schwacher Auftritt der Blau-Weißen. Kahren zeigte sich mit zunehmender Spieldauer überlegen. Chancen konnte sich der Gastgeber aber zunächst nicht erarbeiten. Die erste Möglichkeit bot sich Kahren in der 15. Minute. Dabei war Keeper Michael Jenzewski bereits geschlagen, aber Christian Tischer rettete auf der Linie. In den folgenden Minuten wurde der Druck des Gastgebers immer größer und es war eine Frage der Zeit bis hier der Führungstreffer fallen sollte. Doch dann plötzlich war der schnelle Lorenzo Barrios frei vor dem Tor der Kahrener. Er wurde von dem gegnerischen Schlussmann von den Beinen geholt und in Folge dessen gab es den fälligen Platzverweis. Den anschließenden Freistoß setzte Kapitän Matthias Geppert an den Pfosten. Die numerische Überlegenheit gab Schorbus nicht die nötige Sicherheit im Spiel. Fehlpässe reihten sich aneinander, ein geordneter Spielaufbau fand quasi nicht statt und Offensivchancen waren Mangelware. Der Gastgeber igelte sich trotz der roten Karte nicht ein und prompt setzte es in der 29. Minute den Rückstand für Schorbus. Vorangegangen war hier ein individueller Fehler in der Verteidigung der Blau-Weißen. Kann passieren – darf es aber im Abstiegskampf nicht. Schorbus zeigte sich bemüht, doch im Angriff wirkten die Aktionen alle zu halbherzig und der Gastgeber verteidigte natürlich mit allen Mitteln. In der 36. Minute entschied der Unparteiische nach einem Duell zwischen Sven Rajewski und dem Kahrener Keeper auf Elfmeter, aber nach Rücksprache mit dem Linienrichter – welcher auf der völlig anderen Seite positioniert war – nahm er die Entscheidung zurück. Unmittelbar vor der Halbzeit hatte der Gastgeber Möglichkeiten den zweiten Treffer zu erzielen, doch beide Male bewahrte Michael Jenzewski sein Team vor einem höheren Rückstand. Als alle schon gedanklich auf dem Weg in die Kabine waren, fiel dann doch der Ausgleich zu Gunsten von Schorbus. Maximilian Hußner flankte auf Lorenzo Barrios, welcher per Kopf auf Andreas Böhm weitergab. Er schob zum 1:1-Pausenstand ein. Mit der Hoffnung auf eine bessere zweite Hälfte ging es für die Blau-Weißen in die Pause.

Die zweite Halbzeit begann wünschenswert, denn mit dem ersten Angriff ging Schorbus in Führung. Nico Bartelt passte von der linken Seite in das Zentrum. Maximilian Hußner schnappte sich den Ball und schloss überlegt zum 2:1 ab. Im Anschluss vergaben die Blau-Weißen das sichere 3:1, als Sven Rajewski allein vor dem Keeper sich mit einem Lupfer probierte, anstatt das Spielgerät am Schlussmann vorbei ins Tor zu schieben. Es wäre wahrscheinlich die Vorentscheidung gewesen, doch so hielten die Schorbuser den Gastgeber im Spiel. Und dieser machte plötzlich Druck. In der 58. Minute bot sich ihnen die Riesenchance zum Ausgleich, als sich Schorbus wieder einmal viel zu passiv in der Defensive präsentierte und Kahren gewähren ließ. Den Schuss lenkte Michael Jenzewski über die Latte. Das 2:2 fiel schließlich in der 60. Minute. Ähnlich wie in der voran beschriebenen Szene konnte sich Kahren mühelos durchkombinieren. Mit einem Flachschuss stellte der Gastgeber den nicht unverdienten Ausgleich her. Bis zum Schluss blieb es ein völlig offenes Spiel, da es Schorbus nicht verstand, trotz Überzahl für geordnete Verhältnisse zu sorgen. In der 66. Minute gingen die Blau-Weißen erneut in Führung, als Routinier Andreas Böhm beim Abschluss die Nerven behielt. Doch auch dieser Treffer brachte Kahren nicht aus dem Konzept und die logische Konsequenz war die erneute Ergebnisegalisierung – Flanke, Kopfball, Unterkante Latte, Tor. So einfach konnte es gehen. In den letzten Minuten beschränkte sich der Gastgeber auf die Verteidigung, doch einen Nutzen konnte Schorbus nicht daraus ziehen. Auch nach einem weiteren Platzverweis für den Gastgeber sah es nicht danach aus, dass Schorbus noch mit drei Punkten nach Hause fährt, da entweder der entscheidende Pass fehlte oder der Keeper der Kahrener, wie beim Schuss von Andreas Böhm in der 87. Minute, auf dem Posten war. In der Nachspielzeit bot sich dem Gastgeber noch eine gute Freistoßgelegenheit. Der Schuss landete in der Schorbuser Mauer. Die Blau-Weißen kehrten das Spiel um und Sven Rajewski machte nach seiner vergebenen Chance aus der 55. Minute alles wieder gut und markierte den Siegtreffer. Unmittelbar im Anschluss war dann auch Feierabend.

Für die Blau-Weißen siegten: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Niklas Rädel, Danilo Koall, Maximilian Hußner, Matthias Geppert (SF) – Christian Tischer, Nico Bartelt, Lorenzo Barrios (ab der 48. Minute Jonas Jakubenko, ab der 79. Minute Martin Kloss) – Sven Rajewski, Andreas Böhm

Schiedsrichter: Max Lecher

Zuschauer: 30

Einen Abend zum vergessen erlebte die Mannschaft der SG Blau-Weiß Schorbus beim Auswärtsspiel in Briesen. Gegen nicht unbedingt überragende Gastgeber zeigten die Blau-Weißen die so ziemlich schlechteste Saisonleistung und kassierte in Folge dessen die zweite 0:5-Klatsche innerhalb weniger Tage. Während gegen Kunersdorf zumindest die Einstellung stimmte und auch der ein oder andere sehenswerte Spielzug gelang, hinterließ Schorbus in Briesen den Eindruck, als würde man an diesem Tag erstmals auf einem Fußballplatz stehen.

Von Beginn an wirkte das Spiel der Schorbuser, als ob sie mit angezogener Handbremse spielen. Der Gastgeber dagegen machte klar, dass sie die drei Punkte in jedem Fall zu Hause behalten möchten und sie zeigten sich in den ersten 25 Minuten mit drei Toren aus drei Torchancen sehr effektiv. Das 1:0 fiel in der sechsten Minute, als Briesen nach einer Freistoßflanke einköpfte. In der 23. Minute legte sich Frischauf den Ball auf links außen und passte in das Strafraumzentrum. Den ersten Schuss ließ der Schorbuser Schlussmann nur abprallen und Briesen nutzte die Gelegenheit, um den Nachschuss zum 2:0 zu verwerten. Nur drei Minuten später stellten sie die Weichen mit dem 3:0 endgültig auf Sieg. Vorangegangen war hier einer der zahlreichen Fehlpässe der Schorbuser, die der Gastgeber eiskalt bestrafte. Erst nach 35 Minuten bot sich Schorbus so etwas wie eine Tormöglichkeit. Nach einer Freistoßhereingabe köpfte Andreas Böhm links am Tor der Gastgeber vorbei. In der vierzigsten Minute fiel das vermeintliche 4:0. Dem Treffer ging eine klare Abseitsstellung des Angreifers voraus, doch alle Proteste, welche sogar zu einer gelben Karte führten, halfen nichts. Erst als der Briesener Spieler Nico Wagner den Schiedsrichter darauf aufmerksam machte, dass der Mitspieler tatsächlich im Abseits stand und er die Schorbuser Aufregung nachvollziehen kann, nahm der Unparteiische Felix Schwella den Treffer zurück.

Auch nach dem Seitenwechsel setzte sich das schlechte Spiel der Schorbuser fort. Man war zwar offensiv bemüht, doch zwingende Torchancen konnte sich die Mannschaft nicht erarbeiten. Briesen dagegen überlief Schorbus ein ums andere Mal und schraubte das Ergebnis in der 68. Minute auf 4:0 bzw. in der 77. Minute auf 5:0 hoch. Das Ergebnis hätte am Ende noch höher ausfallen können, doch entweder spielten sie ihre Gelegenheit nicht konsequent aus, patzten im Abschluss oder Keeper Thomas Iwanetz vereitelte die Chancen. Schorbus beendete die Partie ohne auch nur ein einziges Mal wirklich gefährlich zum Torabschluss zu kommen. Bleibt zu hoffen, dass die Blau-Weißen sich alles Gute für die nächsten Partien aufgehoben haben. Denn nach den Siegen der Konkurrenz ist das Tabellenende für Schorbus wieder ganz nah gekommen, wobei Guben/Nord II und Motor Saspow dabei sogar noch weniger Spiele als Schorbus bisher absolviert haben.

Für die Blau-Weißen standen auf dem Platz: Thomas Iwanetz – Falk Frömming, Niklas Rädel, Renè Böhme, Matthias Geppert (SF), Christian Tischer (ab der 78. Min. Jonas Jakubenko) – Lorenzo Barrios (ab der 74. Min. Marcus Schwemmer), Nico Bartelt, Danilo Koall – Sven Rajewski, Andreas Böhm

Schiedsrichter: Felix Schwella

Zuschauer: 30

Im gegenseitigen Einvernehmen beider Vereine wurde das Punktspiel der Kreisoberliga von Sonntag, d. 27.05.18, auf

Samstag, den 26.05.18, Anstoß 15:00 Uhr,

vorverlegt.

Damit wird dem Interesse vieler Sportfreunde Rechnung getragen, die das Relegationsrückspiel um den Auftsieg in die 3. BL in Cottbus am Sonntag live schauen wollen.

Am Tag der Arbeit stand für die SG Blau-Weiß Schorbus das Nachholspiel gegen Fichte Kunersdorf an. Die Partie, welche ursprünglich für den 18. März angesetzt war, wurde auf Grund der damaligen Witterung abgesagt.

In diesem Spiel traf Schorbus auf den derzeitigen Tabellendritten. Mit acht Punkten Rückstand auf Tabellenführer VfB Krieschow II kann sich Kunersdorf wohl eher keinen Hoffnungen mehr auf den Aufstieg in die Landesklasse machen, wodurch sie entsprechend entspannt in die Partie gehen konnten. Schorbus konnte sich trotz des jüngsten Sieges gegen das Tabellenschlusslicht Eiche Branitz leider nicht vom Tabellenkeller absetzen, da auch die Konkurrenz ihre Aufgaben erfüllte. Bei den Blau-Weißen fehlten mit Robert Ohnholz und Niklas Rädel beide etatmäßigen Außenverteidiger. Zudem standen Andreas Böhm und Maximilian Hußner nicht zur Verfügung und Trainer Ronny Richter war entsprechend zu Umstellungen gezwungen, die soweit reichten, dass er selbst die Fussballschuhe schnüren musste. Doch nicht nur aus diesen Gründen ging Kunersdorf als Favorit in das Spiel, sondern auch weil sie in den bisherigen Spielen der Rückrunde als einzige Mannschaft noch keine Niederlage einstecken mussten und zudem mit gerade einmal fünf Gegentreffern in sieben absolvierten Partien die beste Defensive aufboten.

Mit der Ausführung des Anstoßes ging es für die Schorbuser in die Partie und diese Ehre gebührte dem Trainer Ronny Richter höchstpersönlich. Er leitete mit diesem auch die erste Chance für die Blau-Weißen ein, doch Lorenzo Barrios scheiterte am Schlussmann. Ansonsten passierte in der Anfangsphase der Partie erst einmal nicht viel. Erst nach einer Viertelstunde hatte der Gastgeber die erste Möglichkeit im Spiel, doch Schorbus konnte zur Ecke klären. Doch nach dieser Ecke fiel dann doch das 1:0 für Kunersdorf, wobei Christian Baddack aus Nahdistanz verwandelte. Mitte der ersten Hälfte bot sich Schorbus die große Möglichkeit zum Ausgleich. Falk Frömming bediente mit einem langen ball den pfeilschnellen Lorenzo Barrios, welcher den Ball behauptete und ihn weitergab auf Nico Bartelt. Dieser traf nur das Außennetz. Schade – dass hätte der Ausgleich sein können, aber Schorbus sah, dass sie sich hier nicht geschlagen geben musste. Allerdings hatte der Unparteiische es auch an diesem Tag nicht gut mit Schorbus gemeint und so gab es in der 25. Minute Strafstoß für die Gastgeber. Diesen nutzten sie zum Ausbau der Führung. Aber auch mit dem Zweitore-Rückstand gab sich Schorbus nicht geschlagen und in der 36. Minute bot sich Ronny Richter nach Flanke von Christian Tischer eine Kopfballchance. Der Ball landete über dem Tor. Nachdem dann der Gastgeber in der 38. Minute bzw. 41. Minute gleich doppelt die Chance hatte das Ergebnis zu erhöhen, die Möglichkeiten jedoch vergab, schlugen sie dann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte doch noch einmal zu. Nach einer Freistoßhereingabe reagierten die Blau-Weißen so ziemlich gar nicht und es war ein Leichtes für Kunersdorf den dritten Treffer zu erzielen. Mit einer verdienten, aber viel zu hohen Führung ging es für die beiden Teams in die Pause.

Die zweite Hälfte ist recht schnell zusammengefasst. Während Schorbus in der ersten Halbzeit noch ab und an Nadelstiche setzen konnte, konnten sich die Blau-Weißen nach der Pause keine Chancen mehr erarbeiten. Der ein oder andere Ansatz war zwar vorhanden doch fiel der nächste Treffer in der 65. Minute auf der falschen Seite. Den Schlusspunkt setzte Fichte in der 69. Minute, als Sebastian Knüpfer eine Freistoßflanke per Kopf vollendete. Bis zum Ende boten sich Kunersdorf weitere Möglichkeiten, doch sollten sie nicht zu weiteren Toren genutzt werden.

Damit setzte sich der Favorit deutlich mit 5:0 durch. Doch die Blau-Weißen haben angesichts der personellen Situation entsprechend ihrer Möglichkeiten gespielt und wenigstens der Ehrentreffer wäre mehr als verdient gewesen.

Für die Blau-Weißen kämpften: Paul Blumberg-Krüger – Falk Frömming, Renè Böhme, Nico Bartelt, Michael Jenzewski, Matthias Geppert (SF) – Christian Tischer, Danilo Koall, Lorenzo Barrios, Sven Rajewski – Ronny Richter (ab der 69. Minute Enrico Kuhz)

Schiedsrichter: Max Lecher

Zuschauer: 130

Ein äußerst wichtiges Spiel stand für die SG Blau-Weiß Schorbus am 24. Spieltag an. Zu Gast war der Tabellenletzte Eiche Branitz und damit ein Sieg für Schorbus absolute Pflicht.

In der Vorwoche verloren die Blau-Weißen trotz guter Leistung beim Tabellenzweiten Wacker Ströbitz II. Die Partie Eiche Branitz – SG Sielow wurde dagegen nach achtzig Minuten beim Stand von 3:3 abgebrochen, wobei Branitz große Moral zeigte und einen 0:3-Rückstand in ein 3:3 ummünzte. Dies sollte für Schorbus Warnung genug gewesen sein.

Es entwickelte sich ein recht zerfahrenes Spiel, in welchem über die gesamte Spieldauer vieles Stückwerk blieb. Schorbus wies die erste Chance auf, als Renè Böhme nach einer Ecke von Matthias Geppert am Tor vorbei köpfte. In der siebten Minute belohnten sich die Blau-Weißen mit dem frühen Führungstreffer. Maximilian Hußner spielte wunderbar auf Danilo Koall, welcher in das Strafraumzentrum auf Lorenzo Barrios flankte. Akrobatisch mit der Hacke schloss dieser den Spielzug erfolgreich ab. Der Branitzer Keeper war an dem Ball noch dran, konnte aber den Rückstand nicht verhindern. Nur eine Minute später bot sich Branitz die Chance zum Ausgleich. Eine Freistoßflanke verpasste der Angreifer knapp. Im weiteren Verlauf fehlte Schorbus die spielerische Sicherheit. Viele Fehlpässe prägten das Spiel und so sollten sich keine weiteren Tormöglichkeiten einstellen. Doch auch Branitz agierte nicht zwingend genug. Allerdings reichte ihnen eine Chance in der 25. Minute um den Ausgleich herzustellen. Dabei bestrafte Torjäger Ramm, welcher in diesem Moment einmal nicht konsequent gedeckt wurde, Schorbus mit der Ergebnisegalisierung. Leider rüttelte der Treffer zum 1:1 Schorbus immer noch nicht wach. In der 30. Minute hatten die Blau-Weißen Glück, dass es nicht das 1:2 setzte. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld kehrte Branitz das Spiel um. Im entscheidenden Moment zeigten sie sich im Abschluss jedoch zu unbeholfen, so dass das 1:1 weiter Bestand hatte. In der Schlussphase des ersten Durchgangs strafften sich die Schorbuser noch einmal. In der 35. Minute köpfte Christian Tischer nach einer Flanke von Andreas Böhm nur auf das Tornetz. Zwei Minuten vor der Pause stellte Schorbus die erneute Führung her. Nach Zuspiel von Niklas Rädel vollendete Renè Böhme zum 2:1.

In dem zweiten Durchgang war noch weniger los als in der ersten Hälfte. In den ersten Minuten bemühte sich Schorbus zwar mit dem dritten Treffer die Weichen auf Sieg zu stellen, doch mehr als ein Kopfball von Andreas Böhm nach Flanke von Christian Tischer konnte als Möglichkeit nicht notiert werden. Das Spiel plätscherte vor sich hin. Branitz versuchte Nadelstiche zu setzen, ohne aber zu zwingenden Torchancen zu kommen. Einzige Höhepunkte in der von beiden Seiten schwach geführten Partie waren die unglücklichen Entscheidungen des Unparteiischen, wodurch es zu einer Menge Unruhe auf dem Platz kam. In der 78. Minute gelang Schorbus das erlösende 3:1. Christian Tischer behauptete den Ball und legte ihn nach halbrechts auf Lorenzo Barrios. Mit drei Mann stürmten die Schorbuser auf das Branitzer Tor zu. Nur noch ein Feldspieler und der Keeper standen den Blau-Weißen im Weg. Lorenzo Barrios behielt in diesem Moment die Nerven und schob den Ball ins lange Eck ein. Sicherlich ist im Nachhinein betrachtet, dieser Treffer die Entscheidung gewesen. Doch zu diesem Zeitpunkt durfte nicht vergessen werden, dass Branitz sich auch mit einem Zweitore-Rückstand nicht geschlagen gibt. In dem Spiel gegen Schorbus war das allerdings anders. Während Schorbus durch Danilo Koall und Andreas Böhm in den Schlussminuten noch Chancen hatte, das Ergebnis hochzuschrauben, schien sich Branitz mit der Niederlage abgefunden zu haben.

Durch die drei Punkte konnte der Vorsprung auf den Tabellenletzten ausgebaut werden. Leider heimste auch die Konkurrenz aus Saspow und Peitz Siege ein, wodurch sich Schorbus nicht von den Kellerplätzen absetzen konnte.

Für die Blau-Weißen siegten: Paul Blumberg-Krüger – Falk Frömming, Niklas Rädel, Renè Böhme, Maximilian Hußner (ab der 46. Minute Nico Bartelt), Matthias Geppert (SF) – Lorenzo Barrios (ab der 83. Minute Manuel Biebeler), Danilo Koall, Sven Rajewski (ab der 73. Minute Michael Jenzewski) – Andreas Böhm, Christian Tischer

Schiedsrichter: Michael Klose

Zuschauer: 55

Am 22. Spieltag stand für die SG Blau-Weiß Schorbus das Nachbarschaftsderby gegen die SG Kausche an. Nach der Niederlage in der Vorwoche beim Tabellenletzten Eintracht Peitz II waren die Schorbuser gefordert, die drei Punkte zu Hause zu behalten. Die Kauscher steckten am Spieltag zuvor eine heftige Niederlage gegen die SG Sielow ein, wodurch sie ebenfalls auf Wiedergutmachung aus waren. Es kann vorweggenommen werden, dass vor über 100 Zuschauern während der gesamten Spielzeit kein Derbycharakter mit den sonst so typischen Emotionen aufkam – weder auf, noch neben dem Platz.

Die Schorbuser begannen die Partie recht konzentriert und spielerisch ordentlich mit eins/zwei guten Offensivansätzen, jedoch ohne Torabschluss. Die beste Möglichkeit in der Anfangsphase hatten dagegen die Gäste. Der Kauscher Spieler erblickte, dass der Keeper der Blau-Weißen recht weit vor dem Tor positioniert war und zog aus der Ferne schnörkellos ab. Der Ball ging zum Glück für Schorbus knapp am linken Pfosten vorbei. Das war es dann aber auch erst einmal mit den Kauscher Möglichkeiten. Sie probierten sich zwar durch lange Pässe in die Spitze, doch ein erfolgsversprechendes Mittel war dies nicht. Insgesamt blieb Kausche offensiv eher harmlos. Die bessere Mannschaft war zu diesem Zeitpunkt der Gastgeber. In der 11. Minute vergaben die Blau-Weißen die Riesenchance zur Führung, als Renè Böhme nach einer Ecke von Matthias Geppert den Kauscher Gegenspieler anschoss. Vier Minuten später gelang schließlich die verdiente Führung. Nach einer Ecke von Sven Rajewski köpfte der aufgerückte Libero Falk Frömming ins lange Eck zum 1:0 ein. Im weiteren Verlauf blieb es eine Partie mit nur wenigen bis gar keinen Höhepunkten. Defensiv arbeitete die Schorbuser Mannschaft nach den mageren Auftritten aus den Vorwochen ordentlich und Kausche fehlten die spielerischen Mittel um die Blau-Weißen unter Druck zu setzen. In der 37. Minute gelang Schorbus das vermeintliche 2:0, aber Torschütze Renè Böhme stand nach einem sehenswerten Spielzug bei dem entscheidenden Pass im Abseits. Vor der Pause konnten beide Teams jeweils noch eine gute Möglichkeit verzeichnen. In der 42. Minute schoss Niklas Rädel am Kauscher Tor vorbei. Mit dem Halbzeitpfiff bereinigte Schorbus die Situation nach einer Freistoßhereingabe mit vereinten Kräften.

Nach dem Wiederanpfiff fand Schorbus den spielerischen Faden zunächst nicht wieder und Kausche erhöhte den Druck. In der 47. Minute bot sich den Gästen eine Freistoßmöglichkeit aus aussichtsreicher Position. Bei dem wenig scharf geschossenen Versuch hatte der Keeper der Blau-Weißen Michael Jenzewski keine Probleme. Ansonsten hatte Kausche – bis auf einen Schuss in der 60. Minute, den der Schorbuser Schlussmann abwehrte – keine zwingenden Möglichkeiten aufzuweisen. Schorbus vergab in der 57. Minute die Chance zum 2:0, als sich Lorenzo Barrios auf der linken Seite durchsetze, aber bei seinem Abschluss aufs kurze Eck nur das Außennetz traf. Vier Minuten später machten es die Blau-Weißen besser. Sven Rajewski spielte lang in die Spitze. Lorenzo Barrios überließ dem mitgelaufenen Renè Böhme richtigerweise den Vortritt (er selbst hätte im Abseits gestanden) und dieser schloss frei vor dem Keeper erfolgreich zum 2:0 ab. Die endgültige Entscheidung gelang den Blau-Weißen in der 73. Minute mit dem 3:0. Matthias Geppert brachte eine Ecke in den Kauscher Strafraum hinein und wiederum Renè Böhme köpfte zu seinem zweiten Treffer an diesem Tag ein. In der Schlussphase waren die Gastgeber dem vierten Treffer näher, als die Gäste dem Anschlusstreffer. Zweimal bot sich Lorenzo Barrios die Möglichkeit, seine engagierte Leistung mit einem eigenen Treffer zu belohnen. Zudem traf Christian Tischer nach einer Flanke vom eingewechselten Manuel Biebeler den Ball nicht richtig. In der 88. Minute konnte sich Michael Jenzewski noch einmal beweisen, als er den Ball in einem 1:1-Duell entschärfte und damit den ersten Schorbuser Sieg ohne Gegentor in dieser Saison sicherte.

Schorbus gewann dieses Spiel, auch in der Höhe verdient, weil sie kämpferisch und spielerisch besser eingestellt waren als der Ortsnachbar und nach 358 torlosen Minuten ihre Treffsicherheit wiedergefunden haben. Es wäre zu wünschen, dass dieses Erfolgserlebnis Auftrieb für die weiteren Partien gibt.

Für die Blau-Weißen siegten: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Niklas Rädel (ab der 74. Minute Nico Bartelt), Robert Ohnholz (ab der 77. Minute Manuel Biebeler), Matthias Geppert (SF), Christian Tischer – Andreas Böhm, Renè Böhme, Danilo Koall, Sven Rajewski – Lorenzo Barrios (ab der 89. Minute Enrico Kuhz)

Schiedsrichter: Daniel Asisow

Zuschauer: 105

Eine Woche nach dem Derbysieg gegen die SG Kausche traf die Mannschaft von Blau-Weiß Schorbus auf die zweite Mannschaft von Wacker Ströbitz. Mit 47 Punkten und als Tabellenzweiter gingen die Wackeraner als klarer Favorit in diese Partie. Allerdings zeigten die Schorbuser in der Vergangenheit, dass sie durchaus in der Lage sind den Ströbitzern Probleme zu bereiten und so sollte es auch an diesem Tag wieder sein.

Auf Seiten der Blau-Weißen fehlten mit Kapitän Matthias Geppert, Christian Tischer sowie Robert Ohnholz drei wichtige Stammkräfte. Zudem wurde die Partie auf dem neuen – für die Schorbuser ungewohnten – Kunstrasengeläuf ausgetragen.

Ströbitz zeigte sich zu Beginn engagierter, während Schorbus das Spiel recht passiv begann. Die ersten Chancen gehörten dem Gastgeber. In der 11. Minute ging der Ball nach einem Schuss aus 18 Metern am langen Eck vorbei. Wenige Minuten später brachten die Gastgeber eine Flanke in den Strafraum hinein. Der Schlussmann der Blau-Weißen Paul Blumberg-Krüger entschärfte die Situation ehe der lauernde Wacker-Angreifer zum Abschluss kam. Im weiteren Verlauf fehlten dem Gastgeber die Mittel, um Schorbus ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Die Blau-Weißen verteidigten nun umsichtiger. Zudem merkten die Gäste, dass sie gegen die beste Abwehr der Liga durchaus zu ihren Chancen kommen können. Das Ergebnis von 0:0 sprach daher zu diesem Zeitpunkt für Schorbus statt für den favorisierten Gastgeber. In der 23. Minute kam Schorbus das erste Mal zu einem nennenswerten Abschluss. Maximilian Hußner schoss rechts am Tor der Wackeraner vorbei. Zehn Minuten später führte Michael Jenzewski einen Freistoß auf Höhe der Mittellinie aus. Der Ball wurde im Strafraum der Ströbitzer zunächst abgeblockt, doch Maximilian Hußner kam zum Nachschuss. Der Ball ging über das Tor. Bis zum Halbzeitpfiff blieben die Gäste das bessere Team. Nach einem schönen Spielzug über Maximilian Hußner wurde der Ball zur Ecke geklärt. Die Eckballhereingabe von Nico Bartelt schien geklärt, aber kurz vor der Strafraumgrenze wurde Lorenzo Barrios zu Fall gebracht. Den fälligen Freistoß führte Nico Bartelt aus, doch der Ströbitzer Schlussmann zeigte sich sicher. Mit dem Halbzeitpfiff gelang Schorbus schließlich das nicht unverdiente 1:0. Danilo Koall bediente Andreas Böhm. Die Situation war eigentlich bereits bereinigt, doch der Ball kam wiederum zu Danilo Koall, welcher sich ihn zurechtlegte und aus 14 Metern von halblinks in den rechten Winkel verwandelte.

Die Gastgeber kamen fuchtig aus der Kabine und prompt setzte es in der 49. Minute durch die erste Möglichkeit nach Wiederanpfiff den Ausgleich, weil Schorbus einmal nicht konsequent verteidigte. Die Blau-Weißen fanden nach der Halbzeit nicht mehr so recht in die Partie hinein. In der 62. Minute gab es gleich zwei Verletzungsbedingte Behandlungen an Torwart Paul Blumberg-Krüger und Libero Falk Frömming. Es ging zwar für beide Schorbuser Akteure weiter, doch die daraus resultierende Unordnung nutzten die Ströbitzer aus. Nach einem Zweikampf entschied der Unparteiische zum Entsetzen der Schorbuser auf Strafstoß, denn die Situation begann vor der Strafraumgrenze. Der Keeper der Blau-Weißen ahnte die Ecke, doch auch er konnte die Führung für Wacker in der 67. Minute nicht verhindern. Schorbus kämpfte gegen die drohende Niederlage an, doch zu zwingenden Chancen kam das Team selten. In der 85. Minute zeigte sich die gleiche Situation, welche auf Wacker-Seite zum Elfmeter geführt hatte, doch nach dem Foul an Renè Böhme wurde diesmal nicht auf Elfmeter entschieden, sondern auf Freistoß. Nach der Freistoßhereingabe von Michael Jenzewski legte Andreas Böhm den Ball per Kopf auf Falk Frömming, welcher das Kunststück fertigbrachte, den Ball aus Nahdistanz über das Tor zu schießen. Die Vorentscheidung verpassten die Ströbitzer, als sie in der Nachspielzeit nur den Pfosten trafen. Anschließend war dann auch Feierabend und Schorbus stand trotz einer engagierten Leistung mit leeren Händen da.

Für die Blau-Weißen kämpften: Paul Blumberg-Krüger – Falk Frömming, Niklas Rädel, Renè Böhme (SF), Maximilian Hußner, Michael Jenzewski – Nico Bartelt (ab der 74. Min. Marcus Schwemmer), Danilo Koall, Lorenzo Barrios – Andreas Böhm, Sven Rajewski

Schiedsrichter: Marcel Albrecht

Zuschauer: 35

Der Tiefpunkt bei der SG Blau-Weiß Schorbus ist erreicht. Mit der Niederlage gegen den Tabellenletzten Eintracht Peitz II muss nun auch endlich dem Letzten klar geworden sein, dass Schorbus mitten im Abstiegskampf steckt.

Sicherlich hatte Schorbus durch den Ausfall der Stammkräfte Falk Frömming, Robert Ohnholz, Sven Rajewski und Renè Böhme wichtige Akteure zu ersetzen – eine Entschuldigung darf das für diese Leistung aber nicht sein. Denn erneut präsentierten sich die Blau-Weißen völlig harmlos, planlos und einfallslos. Die Gastgeber kamen sicherlich glücklich zu ihrem Führungstreffer, doch wenn man die Partie über neunzig Minuten sich anschaut, muss leider gesagt werden, dass die Peitzer Reserve nicht einmal unverdient mit drei Punkten vom Platz ging.

In der Anfangsphase war positiv zu verzeichnen, dass die Blau-Weißen im Gegensatz zu den vorherigen Spielen in den ersten Minuten ohne Gegentor blieben. Allerdings hatte Schorbus selbst auch keine eigenen Möglichkeiten zu verzeichnen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde deutlich, dass die Blau-Weißen auch im Spiel gegen den Tabellenletzten zu wenig Kampfgeist und zu geringen Siegeswille aufwiesen. Jeder hatte eigentlich erwartet, dass gegen das Kreisoberligaschlusslicht endlich die Wende gelingt, doch leider wurden die Beteiligten wieder einmal tief enttäuscht. Die erste Chance – und es war zugleich die beste Schorbuser Möglichkeit im gesamten Spiel – hatten die Blau-Weißen in der 17. Minute aufzuweisen. Nach einem Doppelpass zwischen Danilo Koall und Nico Bartelt schloss Letzterer von der Strafraumgrenze ab – der Keeper der Gäste lenkte den Ball jedoch noch über die Latte. Ansonsten war es eine unspektakuläre erste Hälfte. Der traurige Höhepunkt in Durchgang Eins war die Verletzung des Schorbuser Liberos Rüdiger Bork. Auf Grund der Personalsituation stellte er sich trotz seines vierzigminütigen Einsatzes bei der Ü35 der SG Blau-Weiß Schorbus am Vortag auch für die Männermannschaft zur Verfügung. Nach 22 Minuten fiel er jedoch so unglücklich, dass es mit einem Armbruch direkt in das Krankenhaus ging. Die SG Blau-Weiß Schorbus bedankt sich für seine engagierten Einsätze und wünscht gute Besserung.

Die zweite Hälfte begann mit der nächsten Verletzungsunterbrechung. Dem Schorbuser Schlussmann Paul Blumberg-Krüger wurde auf die Hand getreten. Nach kurzer Unterbrechung ging es dann aber zum Glück für ihn weiter. Die erste Hälfte hatte schon wenig mit Fussball auf beiden Seiten zu tun, doch die zweite Halbzeit toppte das Ganze dann noch. Der Führungstreffer, welcher zugleich dann auch das Siegtor darstellte, zeigte sich sinnbildlich für die Passivität im gesamten Schorbuser Spiel. Eine Freistoßhereingabe unterband kein einziger Spieler der Blau-Weißen und so war es für die Gastgeber ein Leichtes das 1:0 zu erzielen. Im Anschluss zeigte sich Schorbus völlig von der Rolle und so wäre nur zwei Minuten nach dem Rückstand dem Gastgeber der Treffer zum 2:0 gelungen. Nachdem die Peitzer munter durch die Reihen der Blau-Weißen spazieren konnten, ging der Abschluss zum Glück der Schorbuser knapp am Tor vorbei. Doch auch das war nicht der erhoffte Weckruf für die Schorbuser. Im Gegenteil – in den verbleibenden dreißig Minuten sah absolut nichts danach aus, als dass hier Schorbus noch zum Ausgleich kam. Und so beendet Schorbus die Partie mit einer erneuten Niederlage. Zugleich ist die Mannschaft nun seit 343 Minuten bzw. seit über fünf Stunden ohne eigenen Treffer.

Für die Blau-Weißen kämpften: Paul Blumberg-Krüger – Rüdiger Bork (ab der 22. Min. Ronny Richter), Niklas Rädel, Michael Jenzewski, Maximilian Hußner, Matthias Geppert (SF) – Danilo Koall, Lorenzo Barrios, Nico Bartelt – Christian Tischer, Andreas Böhm

Schiedsrichter: Holger Böker

Zuschauer: 30

Die SG Blau-Weiß Schorbus musste am 20. Spieltag der laufenden Kreisoberligasaison eine deutliche Niederlage gegen den SV Lausitz Forst einstecken. Das Ergebnis von 0:3 scheint entsprechend deutlich, doch war es vor allem dem bescheidenen Auftreten Schorbus zu verdanken, dass die Forster Gäste relativ problemlos zu drei Auswärtspunkten kamen.

Beide Mannschaften begannen die Partie ohne großes Abtasten. Zwingende Torchancen blieben in den ersten zehn Minuten jedoch aus. Prompt setzte es für Schorbus durch die erste Möglichkeit der Forster das 0:1. Ein eigentlich wenig erfolgsversprechend flach getretener Freistoß aus 25 Metern rutschte in das Tor der Blau-Weißen. Nur eine Minute später hätten die Gäste gar für das 2:0 sorgen können, aber der Schlenzer des Forster Kapitäns landete an der Latte. In diesen Minuten zeigte sich, dass die Schorbuser mit der Zeitumstellung mehr zu kämpfen haben, als die Forster, denn so richtig wach schienen die Blau-Weißen nicht zu sein. Auch nach zwanzig Minuten zeigten sich die Gastgeber zwar engagiert, doch für Torgefahr konnte nicht gesorgt werden. Während die Gäste auf Konter lauerten, war Schorbus gezwungen, das Spiel zu gestalten. Doch aus dem Spiel heraus konnte sich die Mannschaft keine Möglichkeiten erarbeiten. Dies war insbesondere der Tatsache geschuldet, dass das Mittelfeld kaum existierte. Es boten sich einige Freistöße aus aussichtsreicher Position, doch die Versuche von Michael Jenzewski und Matthias Geppert brachten nichts ein. Zwei gute Gelegenheiten zum Ausgleich hatte Schorbus noch vor dem Seitenwechsel aufzubieten. In der 28. Minute schoss Falk Frömming aus freier Position über das Tor der Gäste. In der 39. Minute passte Christian Tischer lang auf Sven Rajewski, welcher auf Renè Böhme weitergab. Bei seinem Schuss musste der Forster Keeper sein ganzes Können aufweisen, um den Ausgleich zu verhindern. Ansonsten hatten die Forster Glück, dass so ziemlich jeder Abschlussversuch der Schorbuser durch einen Feldspieler abgeblockt wurde. Die Gäste waren weiterhin durch Konter gefährlich. Ein Tor in der 28. Minute fand jedoch auf Grund einer Abseitsstellung keine Anerkennung.

Nach der Pause machte die Leistung der Blau-Weißen wenig Hoffnung, dass hier noch etwas Zählbares herausspringt. Mit einem Doppelschlag sorgten die Gäste für die Entscheidung in dem Spiel. Während sich die Schorbuser Mannschaft in ihrem eigenen Spiel verlor, fassten sich die Gäste in der 61. Minute ein Herz und per Sonntagsschuss erzielten sie in der 61. Minute das 2:0. Das 3:0 resultierte aus einem Kopfball nach einer Ecke. An dieser Stelle soll erwähnt werden, dass Schorbus dringend etwas bei Standardsituationen tun muss. In den drei Spielen der Rückrunde kassierten die Blau-Weißen sechs Gegentore – davon fünf nach einem Freistoß oder einem Eckball. Diese Statistik sagt alles aus, zumal die Partien gegen die spielstarken Mannschaften noch ausstehen. Nachdem die Entscheidung durch den Doppelschlag zu Gunsten der Forster gefunden war, war die Partie vor allem durch die emotionale Seite geprägt. Die Forster zeigten nun vor allem ihr fliegerisches Können, welches jedoch weder der Schiedsrichter noch die Schorbuser in irgendeiner Form zu bestrafen wussten. Nachdem sich die Gemüter dann wieder beruhigt hatten, konnte schließlich doch noch eine Chance für die Blau-Weißen notiert werden. Die angedachte Flanke vom eingewechselten Danilo Koall landete auf der Oberkante der Latte. Spätestens nun musste auch dem Letzten klar gewesen sein, dass Schorbus hier noch ewig spielen kann, aber kein Tor erzielen wird. Zum Glück machte der Unparteiische dann auch pünktlich Feierabend.

Für die Blau-Weißen kämpften: Paul Blumberg-Krüger – Falk Frömming, Robert Ohnholz, Niklas Rädel, Michael Jenzewski, Maximilian Hußner (ab der 63. Min. Danilo Koall) – Matthias Geppert (SF), Nico Bartelt, Renè Böhme – Sven Rajewski, Christian Tischer (ab der 80. Min. Maurizio Boigk)

Schiedsrichter: Ronald Noel

Zuschauer: 35

Es wird nicht besser im Spiel der SG Blau-Weiß Schorbus. Wer dachte, dass nach der 0:3-Heimniederlage in der Vorwoche gegen den SV Lausitz Forst der negative Höhepunkt erreicht war, wurde bitter enttäuscht. Gegen den Aufsteiger SG Dissenchen/Haasow war Schorbus auf Wiedergutmachung aus, aber wieder einmal ging die Mannschaft mit hängendem Kopf vom Platz. Die Niederlage resultierte wir in der Vorwoche nicht aus der guten Leistung eines Gegners, sondern aus den eigenen Fehlern die die Blau-Weißen produzierten. Auch wenn es verfrüht ist, eine Tendenz abzugeben, macht die Entwicklung der Schorbuser Mannschaft Sorgen, denn mit der Leistung und der Einstellung aus den letzten Spielen, ist kaum anzunehmen, dass die Blau-Weißen noch einen Punkt im Kampf gegen den Abstieg holen.

Das Spiel an sich ist sehr schnell zusammengefasst. 1. Minute – 0:1. Schorbus vergeigte den Anstoß, die Gäste schnappten sich den Ball, liefen über dir rechte Seite und verwandelten ins lange Eck. Libero Falk Frömming fälschte dabei den Ball noch ab. 28. Minute – 0:2. Der Schorbuser Rückpass auf Keeper Michael Jenzewski misslang. Die Gäste nutzten den Fehler eiskalt aus und schraubten damit das Ergebnis auf 2:0 hoch. 38. Minute – das vermeintliche 0:3. Der Treffer fand wegen einer Abseitsstellung des Schützens aber keine Anerkennung. Schorbus hatte selbst nur wenige Offensivaktionen aufzuweisen. In der 20. Minute behinderten sich Danilo Koall und Christian Tischer nach einer Flanke von Sven Rajewski gegenseitig. In der 34. Minute passte Robert Ohnholz zu Renè Böhme. Er kam nur mit seinem schwachen Fuß zum Abschluss, so dass der Ball am Kasten der Gäste vorbei ging. Das waren die einzigen nennenswerten Höhepunkte im ersten Durchgang – ein fussballerischer Leckerbissen sieht anders aus.

Die Partie wird auf Grund anderer Dinge – die mit Fussball nicht annähernd etwas zu tun haben – in Erinnerung bleiben. Kurz vor der Pause gab es ein Foulspiel des Schorbuser Spielers. Dieses endete für den Spieler der Spielgemeinschaft Dissenchen/Haasow schmerzhaft und mit einer Fahrt in das Krankenhaus. Dies kann beim Sport passieren, auch wenn es sicherlich bitter ist. Was jedoch nicht passieren darf, ist das Wortgefecht, welches im Anschluss folgte. Der Mitspieler der Gäste verlor komplett die Nerven und beleidigte den Linienrichter unter Androhung körperlicher Gewalt. Es ist unfassbar und nicht nachvollziehbar, warum die Entgleisung nicht mit einem Platzverweis und einer langen Sperre bestraft wurde. In diesem Moment wurde erkennbar, warum sich immer weniger junge Menschen als Unparteiische zur Verfügung stellen.

So ging es nach dem Seitenwechsel bei beiden Mannschaften vollständig weiter. Auch in der zweiten Halbzeit hatte die Partie mit Fussball nur ganz wenig zu tun. In der 53. Minute zeigten sich die Gäste erneut effektiv und stellten mit dem Treffer zum 3:0 die endgültige Entscheidung in dem Spiel her. Zehn Minuten später schien das 4:0 fällig, als die Gäste mit drei Mann allein auf den Schorbuser Schlussmann zuliefen. Michael Jenzewski wehrte den Ball ganz stark zur Ecke ab. Wie schon in der Vorwoche hatte Schorbus nur wenige Möglichkeiten aufzubieten, da sich das Spiel der Mannschaft zu einfallslos präsentierte. In der 55. Minute fand der Ball trotz mehrerer Versuche nicht den Weg ins Tor. Kurz vor Schluss scheiterte der eingewechselte Andreas Böhm am Keeper der Gäste. Den Abpraller nahm Lorenzo Barrios direkt, doch die Latte verhinderte die Ergebnisverkürzung. Kurz darauf machte der Schiedsrichter dann auch Feierabend und Schorbus brauchte für die Niederlage niemanden verantwortlich machen, außer sich selbst. Und wieder einmal endete die Partie mit der Hoffnung: Im nächsten Spiel wird alles besser.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Niklas Rädel, Robert Ohnholz, Matthias Geppert (SF), Renè Böhme – Danilo Koall (ab der 76. Min. Jonas Jakubenko), Lorenzo Barrios, Nico Bartelt (ab der 46. Min. Andreas Böhm) – Sven Rajewski, Christian Tischer

Schiedsrichter: Fabian Böhme

Zuschauer: 55