Nach der deftigen 0:5-Niederlage gegen den Landesklassenabsteiger VfB Cottbus wartete nun mit dem FSV Spremberg eine ganz andere Mannschaft auf die SG Blau-Weiß Schorbus. Die Spremberger sind mit der Saison 2021/2022 in die Kreisoberliga aufgestiegen und versuchen sich als Underdog zu behaupten. Dass gelang ihnen auch eindrucksvoll, als sie zum ersten Spieltag mit 1:0 gegen Viktoria Cottbus gewannen. Weitere Achtungszeichen setzten sie aber auch. So holten die Spremberger einen Auswärtspunkt bei Eiche Branitz und sie verbuchten drei Punkte beim 4:1-Sieg gegen TSV Cottbus/Kiekebusch.
Dennoch war die Schorbuser Mannschaft ganz klar auf Sieg ausgerichtet. Allerdings musste Trainer Lucas Kühnel auf Keeper Michael Jenzweski krankheitsbedingt verzichten. Sein Vertreter Christian Wiest machte seine Aufgabe aber, das sei vorweggenommen, insgesamt recht souverän. Darüber hinaus rückten im Vergleich zur Vorwoche Jonas Jakubenko, Stephan Besenhard sowie Leon Wedler in die Startelf.
Die Partie begann im Großen und Ganzen ausgeglichen, wobei es schien, dass die Spremberger Gäste über die etwas besseren offensiven Ansätze verfügten. Die Hintermannschaft der Blau-Weißen klärte die Möglichkeiten aber konsequent und überzeugend. Nach einer Viertelstunde konnte die erste Chance für Schorbus notiert werden. Der Kopfball von Christian Tischer ging am Tor vorbei. Es war der Beginn einer Schorbuser Drangphase. In der 17. Minute wurde ein Schuss von Jasem Abod zur Ecke geklärt. Eine Minute später parierte der Gästekeeper einen Schuss von Kapitän Nico Bartelt aus halbrechter Position. Nachdem eine weitere gute Möglichkeit durch Jonas Jakubenko das Ziel verfehlte, fiel in der 27. Minute dann endlich die hochverdiente Führung. Nach Vorarbeit von Christian Tischer köpfte Jasem Abod zum 1:0 ein. Und auch bis zum Halbzeitpfiff blieb Schorbus die klar tonangebende Mannschaft. In der 38. Minute kamen die Blau-Weißen mehrfach zum Abschluss, doch immer wieder war noch ein Bein der Spremberger im Weg, so dass der Ausbau der Führung auf sich warten ließ. In der 45. Minute konnte Schorbus schließlich das Ergebnis auf 2:0 stellen. Jasem Abod bediente von der linken Seite Leon Wedler am langen Pfosten, welcher den Ball erfolgreich verwertete. Mit dem Stand von 2:0 zu Gunsten der Schorbuser ging es in die Pause. Es war, abgesehen von den müden Anfangsminuten, eine der überzeugendsten Leistung der Blau-Weißen in der bisherigen Saison.
Direkt nach Wiederanpfiff stellte Schorbus das Ergebnis auf 3:0. Jasem Abod wurde bei einer Einzelaktion zu Fall gebracht und Schiedsrichter Ronny Wiemann entschied auf Strafstoß. Jasem Abod nutzte diese Möglichkeit sicher zu seinem zweiten Treffer an diesem Tag. Es sollte jedoch nicht die Vorentscheidung in dieser Partie sein. Nachdem der eingewechselte Marcel Kuba seine Möglichkeit in der 61. Minute liegen ließ (Abschluss wurde zur Ecke abgefälscht) nahmen die Blau-Weißen etwas den Druck aus der Partie und Spremberg boten sich zunehmend mehr Räume. Per Doppelschlag verkürzten sie das Ergebnis auf 2:3. In der 70. Minute verwandelten sie nach einer Freistoßhereingabe den Ball ins lange Eck. Fünf Minuten später landete der Ball nach einem Abschlag von Christian Wiest genau beim FSV-Spieler auf Höhe der Mittellinie. Dieser überblickte, dass der Schlussmann der Schorbuser zu weit vor dem Tor stand und verwertete diese Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Damit war die Partie wieder völlig offen. Spremberg versuchte noch einmal alles, doch in der 88. Minute klärte Niklas Rädel großartig ehe der Gästeangreifer an den Ball kam. Schorbus dagegen verpasste es in den Schlussminuten alles klar zu machen. In der 83. Minute spielte der eingewechselte Nico Fechner einen Pass zu unpräzise auf Marcel Kuba, welcher den Ball hätte nur noch einschieben brauchen. Zudem landete ein Schuss von Danilo Koall in der 91. Minute nach einem Konter neben dem Tor. Die Schlussphase hielt noch einmal alles bereit, so auch eine gelb-rote Karte für Nico Fechner. Am Ende überstand Schorbus aber die letzten Minuten schadlos.
Die Blau-Weißen machten die Partie völlig unnötig spannend, denn die Spremberger erwiesen sich insgesamt als doch ziemlich harmlos und wurden durch die Fehler der Schorbuser noch einmal ins Spiel zurückgebracht. Am Ende konnten aber die Blau-Weißen den zweiten Heimsieg in Folge bejubeln.
Nun will #BlauWeissIstheiss auch wieder auswärts dreifach punkten. Die nächste Partie führt die Schorbuser nach Haasow. Anstoß gegen die SG Dissenchen/Haasow ist am Sonntag, 30. Oktober 2022, Achtung – bereits um 14 Uhr.
Für die Blau-Weißen siegten: Christian Wiest – Niklas Rädel, Christian Fischer (ab der 76.Minute Matthias Geppert), Danilo Koall, Renè Böhme – Stephan Besenhard, Nico Bartelt (SF), Jonas Jakubenko (ab der 90. Minute + 2. Willi Wagner), Christian Tischer (ab der 90. Minute + 2. Sven Noack) – Leon Wedler (ab der 54. Minute Marcel Kuba), Jasem Abod (aber der 54. Minute Nico Fechner) sowie der Trainer Lucas Kühnel
Schiedsrichter: Ronny Wiemann
Zuschauer: 70